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Kreis Pinneberg : Heute: Böllern – aber sicher

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Feuerwerksverkauf läuft vielerorts bis heute Mittag, vor allem „Batterien“ sind in diesem Jahr beliebt. In einigen Gemeinden gibt es jedoch Abbrenverbote für Raketen und Böller.

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erstellt am 31.Dez.2013 | 16:36 Uhr

Wenn heute Abend mit ordentlich Wumms ins neue Jahr gefeiert wird, werden auch im Kreis Pinneberg unzählige Feuerwerkskörper gezündet. Der diesjährige Feuerwerksverkauf läuft bei den meisten Geschäften noch bis heute Mittag auf Hochtouren. Eine der vielen Verkaufsstellen im Kreis Pinneberg ist der Rellinger Baumarkt „Hass + Hatje“. Der dortige Feuerwerksverkauf wird selbstständig von den Auszubildenden organisiert.

„Besonders gut gehen in diesem Jahr ,Batterie’-Feuerwerke“, berichtet Verkäufer Cem Simsek. Die Namen der etwa eine Minute dauernden Boden-Pakete haben martialische Bezeichnungen: „Dragon Head“, „Dragon Cave“ oder auch „Dragon Blood“ lassen auf bunte pyrotechnische Darbietungen schließen. Ausverkauft war bis gestern nichts – das liege am gut gefüllten Lager, sagt Verkäufer Simsek.

Außer der „Batterie“-Feuerwerke sind in diesem Jahr wieder Raketen und die sogenannten Chinaböller. Es habe auch Kunden gegeben, die nach Vogelschreck-Munition oder „Polenböllern“ (siehe Artikel rechts) gefragt hätten. „Wir verkaufen nur handelsübliches Feuerwerk“, sagt Verkäufer Tim Rutenbeck.

Bei Familienvater Marc Johannsen aus Appen-Etz landet dieses Jahr Feuerwerk im Wert von circa 30 Euro im Einkaufswagen. Für seine Söhne Tom und Jonah hat er für die Feier heute Abend bei Freunden „Kleinkram“ besorgt, er selbst lässt heute Nacht Raketen in den Himmel steigen. Etwas spektakulärer mag es Dörte Wozniak aus Elmshorn: Sie kaufte gestern vor allem „Batterie“-Feuerwerke und Fontänen im Wert von etwa 50 Euro. Heute Abend feiert die Ergotherapeutin zuerst beruflich im Seniorenwohnpark Bauernmühle in Pinneberg, danach dann privat weiter.

Im Umgang mit Raketen und Böllern gilt es einiges zu beachten Generell verboten ist das Feuerwerk in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Reetdachhäusern sowie Kinder- und Altenheimen.

Abbrenverbote

- Das Amt Haseldorf weist darauf hin, dass für die Gemeinde Haseldorf ein Abbrennverbot von Knallkörpern für das gesamte Gemeindegebiet gilt. In Haselau ist das Abbrennen von Raketen heute nur mit einem Abstand von 180 Metern zu den gefährdeten Bauwerken erlaubt.

- Amt Moorrege, Halstenbek, Rellingen: Abstand für Raketen: 200 Meter.

- Im Amt Pinnau gilt: 300 Meter für Raketen, 100  Meter für andere Feuerwerkskörper.

- Elmshorn: Abstand für Raketen: 500 Meter, andere Feuerwerkskörper: 50 Meter.

- Pinneberg: Raketen: 150 Meter, andere Feuerwerkskörper: 50 Meter.

- Quickborn: In den Bereichen Dorfstraße 5, Immenhorstweg 2 a sowie Im Sand 20 gilt für Raketen: 200 Meter, andere Feuerwerkskörper: 100 Meter.

- Tornesch: Abstand für Raketen: 180 Meter.

Weitere Infos zu den Abbrennverboten finden sich auf den Internetseiten der Gemeinden.

Sicherheitstipps

Jedes Jahr kommt es zu Silvester zu zahlkreichen Unfällen im Umgang mit Feuerwerk. Die Feuerwehr rät daher, folgende Tipps zu beachten:

- Feuerwerkskörper sind Sprengstoff, lassen Sie Jugendliche  unter 18  Jahren nur unter Aufsicht damit hantieren.

- Beachten Sie die Hinweise der Hersteller.

- Achten Sie darauf, dass sich das „BAM“-Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialprüfung auf dem Feuerwerk befindet.

- Verwenden Sie nur in Deutschland  zugelassene  Feuerwerkskörper. Schwarzimporte sindsehr gefährlich.

- Verwenden Sie niemals selbsthergestellte Böller.

- Zünden Sie Blindgänger niemals noch einmal an.

- Zünden Sie den Knallkörper niemals in der Hand und nur mit genügend Abstand zu anderen Menschen.

- Lassen Sie abgebrannte „Batterien“ über Nacht draußen stehen.

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