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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 07:09 Uhr

Tornesch : HellermannTyton baut am Moorweg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Unternehmen HellermannTyton schafft am Moorweg in Tornesch auf 12.000 Quadratmetern neue Logistik- und Büroflächen.

Tornesch | Der erste Spatenstich für den Ausbau bei HellermannTyton wurde gestern zum Kampf mit den Elementen. Wind, Regen und Hagel peitschten über das Tornescher Firmengelände. Das Festzelt vor der Baufläche am Großen Moorweg, wo der Hersteller für Kabelmanagementlösungen seinen Hauptsitz hat, wurde kurzerhand gesperrt. „Aus Sicherheitsgründen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, sagte Geschäftsführer Hans-Christian Niemann. Für die Festredner war kurzerhand ein Lastwagen zur Bühne umfunktioniert worden. An die Gäste wurden Regenschirme verteilt. Viele fühlten sich an 2005 erinnert. Beim Spatenstich zur ersten Erweiterung hatte es ebenfalls nasse Füße gegeben.

„Wir fühlen uns hier sehr, sehr wohl“, sagte Niemann in seiner Rede. Vor 15 Jahren zog das 1935 gegründete Unternehmen von Hamburg nach Tornesch. 23.000 Quadratmeter Fläche werden bisher genutzt. Durch den Neubau kommen 6600 Quadratmeter zusätzliche Logistik- und 5400 Quadratmeter Bürofläche hinzu. Das Unternehmen investiert mehrere Millionen Euro. Die Fertigstellung sei laut Pressesprecher James Hill noch in diesem Jahr geplant. „Die ausgezeichnete Geschäftslage macht einen vierten Bauabschnitt notwendig“, sagte Niemann. Und ein fünfter könnte folgen.

Für die Zukunft könne er sich eine „Osterweiterung“ vorstellen. Die neuen Gebäude sollen die Logistik erweitern und zusätzliche Flächen für operative Bereiche, Forschung und Entwicklung schaffen. „Die Design-, Entwicklungs-, Fertigungs- und Abwicklungskompetenz unserer Mitarbeiter ist ausschlaggebend für unseren Erfolg“, betonte Neimann. Aktuell wurden schon einige Mitarbeiter in Container ausgelagert. Seit dem Umzug in den Kreis Pinneberg stieg die Zahl der Mitarbeiter von 270 auf 700. Er nutzte die Chance, der Politik einige Wünsche der Mitarbeiter mit auf den Weg zu geben: eine Verbesserung der Bahnanbindung sowie einen Bus ins Gewerbegebiet.

Staatssekretär des Landes Schleswig-Holstein anwesend

„Das Wetter passt einfach dazu. Hier kann es manchmal wehen, aber wir stehen fest wie die Wirtschaft in unserem Bundesland“, sagte Frank Nägele (SPD), Staatssekretär im Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Er lobte die Entscheidung des Unternehmens, sich in Tornesch niedergelassen zu haben. Damals sei auch eine Ansiedlung im Osten der Republik diskutiert worden. „Dass sie als Unternehmen und die Politk an einem Strang ziehen, kommt auch bei uns in Kiel an“, so Nägele. Er sehe HellermannTyton als eines der Top-100-Unternehmen in Schleswig-Holstein. „Sie gehören zu denen, bei denen wir mit allen Mitteln helfen“, so der Staatssekretär. Dennoch musste er eingestehen, dass die Kreisstraße 22 noch immer nicht fertig sei. Auch beim Thema Bahn konnte er keine Zusage machen. „Da gibt es viele Anfragen, aber sie haben ja einen freundlich- penetranten Bürgermeister, der für den Halt des Regionalexpresses in Tornesch kämpft“, sagte Nägele. Bei den Bussen verwies er auf den Kreis Pinneberg. Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU) griff den Ball nicht auf. „Politik muss attraktive Rahmenbedingungen schaffen und die Verwaltung den Unternehmen bei der Umsetzung unterstützten“, sagte Tiemann. Er sei dafür, es Unternehmen leicht zu machen, sich im Kreis Pinneberg anzusiedeln, aber schwer, diesen wieder zu verlassen.

„Was wir hier in den letzten fünf Jahren geschaffen haben, war ein hartes Stück arbeitet“, sagte Tornesch Bürgermeister Roland Krügel (CDU). Änderungen der Bebauungspläne, der Kauf von Grundstücken und vieles mehr hätten erledigt werden müssen. „Ich habe aber bewusst wahrgenommen, dass es auch für die Zukunft Erweiterungspläne gibt“, so Bürgermeister Krügel.

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erstellt am 01.Apr.2015 | 17:00 Uhr

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