Gastronomie-Offensive : Helgoland plant ein neues Konzept für Restaurants

Das für die Insel bahnbrechende Konzept entwickelt und begleitet ein „bundesweit bekannter Top-Gastronom“, wie die Verantwortlichen geheimnisvoll ankündigen.

Das für die Insel bahnbrechende Konzept entwickelt und begleitet ein „bundesweit bekannter Top-Gastronom“, wie die Verantwortlichen geheimnisvoll ankündigen.

Eine Küche für alle: Erklärtes Ziel sind mehr und bessere Restaurants auf Deutschlands einziger Hochseeinsel.

shz.de von
26. März 2018, 10:00 Uhr

Helgoland | Die Liebe zu Deutschlands einziger Hochseeinsel soll künftig auch durch den Magen gehen. Helgoland bläst zur Gastronomie-Offensive, erklärtes Ziel sind mehr und bessere Restaurants. „Bisher war das bescheidene gastronomische Angebot nur unschön, inzwischen wird es zum Risiko für die touristische Weiterentwicklung“, sagt Helgoland-Hotelier Detlef Rickmers. Er ist einer der wesentlichen Treiber hinter der bevorstehenden Gründung der Helgoland Kulinarik und Event GmbH.

Die Gastronomie auf dem Roten Felsen krankt an einem  doppelten Geburtsfehler der Wiederaufbaujahre nach dem Krieg. Die Restaurantgebäude sind zu klein, um sie unter heutigen Bedingungen wirtschaftlich betreiben zu können. Und sie liegen zumeist in zweiter Reihe und bieten daher kaum reizvolle Ausblicke. „Wir können die Gebäudestruktur nicht ändern, aber wir können sie technisch nachrüsten“, so Rickmers. Die Kulinarik-Gesellschaft werde auf dem zum Kreis Pinneberg gehörenden Nordsee-Eiland eine zentrale Produktionsstätte für Speisen schaffen, was Vollküchen in den Restaurants überflüssig mache. So gewinnen die Wirte  Platz für zusätzliche Tische und können rentabler arbeiten.

Zusätzliche Lokale

Das für die Insel bahnbrechende Konzept entwickelt und begleitet ein „bundesweit bekannter Top-Gastronom“, wie die Verantwortlichen geheimnisvoll ankündigen. Den Namen des Prominenten wollen sie erst in einigen Wochen preisgeben. Auch soll es trotz des begrenzten Baulandes auf Helgoland zusätzliche Restaurants geben. Noch in der Saison 2018 seien zwei neue Lokale geplant, sagt Martin Linne vom Business Improvement-Club (BIC) der Insel. „Ein mobiles Angebot  für den Sundowner an der Westklippe und ein Beach-Club“.

Ein Herzensanliegen ist dem BIC auch die Wiederbelebung einer alten Institution. Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg stand nahe der Langen Anna ein Café, das nun neu entstehen soll. Konkret ist dies allerdings noch nicht.

Die Zahl der Besucher war 2017 leicht gesunken, 348.000 Gäste kamen, nach 357.000 im Jahr zuvor. Grund seien 56 wetterbedingte Schiffsausfälle im September und Oktober, sagte Tourismusdirektor Lars Johannson. Die Zahl der Übernachtungsgäste legte dagegen leicht zu.

Mit Spannung erwarten alle Verantwortlichen die Ankunft des neuen Helgoland-Katamarans der Flensburger FRS-Reederei. Der Neubau ist auf der Überfahrt von der Werft auf den Philippinen nach Hamburg. Er soll ab April die Hansestadt über Wedel und Cuxhaven mit der Insel verbinden. Der Name des größeren und bequemeren Nachfolgers des „Halunder Jet“ ist noch geheim.

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