Helden des Alltags : Helfer- und Retterempfang des Pinneberger Kreistags

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (rechts) und Landrat Oliver Stolz (links) ehrten ehrenamtliche Helfer.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (rechts) und Landrat Oliver Stolz (links) ehrten ehrenamtliche Helfer.

Der Pinneberger Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz zeichnen Ehrenamtliche aus.

shz.de von
26. März 2018, 15:00 Uhr

Pinneberg | „Als Kinder haben wir Superhelden wie Batman und Spiderman. Als Erwachsene wissen wir, wer die wirklichen Helden sind“, sagte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) in seiner Begrüßung beim Helfer- und Retterempfang des Pinneberger Kreistags in der Drostei. Zusammen mit Landrat Oliver Stolz zeichnete er verdiente Ehrenamtliche aus. Geladen waren Helfer der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW), der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Johanniter und des Arbeiter und Samariterbunds (ASB). „Sie sind nicht nur ehrenamtlich engagiert, sondern setzen ihre eigene Gesundheit, manchmal ihr eigenes Leben aufs Spiel, um anderen Menschen zu helfen“, sagte Tiemann. Das Gemeinwesen sei derzeit im Wandel und ohne Ehrenamt sei vieles nicht zu leisten. „Sie alle sind es, die ein festes Fundament bilden, auf dem unser Staat aufbaut. Sie sind der Kit, der unseren Staat zusammenhält“, betonte Tiemann.

Die Leistungen in den Rettungsdiensten würden oft zu wenig gewürdigt und deren Helfer heutzutage sogar angegriffen. Tiemann: „Es gibt immer häufiger respektloses Verhalten einiger Mitbürger Rettern gegenüber.“ Diese reichen von verbalen Attacken bis zu körperlichen Auseinandersetzungen. „Dazu kommen noch Gaffer und blockierte Rettungsgassen, die immer wieder ein Hindernis im Dienst darstellen“, so der Kreispräsident.

Häufig seien die Täter jung und betrunken. „Das ist keine Entschuldigung. Mangelnder Respekt gegenüber Rettungskräften und Polizei ist ein Zeichen mangelnder Erziehung. Das ist meine persönliche Meinung“, sagte Tiemann. Täter müssten bestraft werden und dabei müsse das Strafmaß entsprechend ausgenutzt werden. „Umso dankbarer bin ich, dass es Menschen wie Sie gibt, die ihre Motivation nicht verlieren“, so Tiemann.

„Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben. Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab.“ Jochen Möller, Präsident der DLRG Schleswig-Holstein, begann seine Rede mit einem Zitat von Wilhelm Busch. „Heute Abend beweisen Sie, lieber Kreispräsident und lieber Landrat, das Gegenteil. Es tut gut, öffentlich gewürdigt und wertgeschätzt zu werden“, sagte Möller. Ehrenamtliches Engagement sei keine Selbstverständlichkeit, aber für die, die sich ehrenamtlich engagieren, sei es selbstverständlich. Das gute Gefühl, anderen Menschen geholfen zu haben, vereine. „Der Wille zum Helfen reicht nicht aus. Alle Rettungsdienste sind darauf angewiesen, dass die kommunale Familie uns mit entsprechender Ausrüstung unterstützt. Dabei ist der Kreis Pinneberg vorbildlich und daher gibt es auch einen Dank für uns an sie“, sagte Möller.

„Dieser Empfang ist eine tolle Idee. Das kommt in Schleswig-Holstein nicht ganz so oft vor, dass ehrenamtliche in dieser Form gewürdigt werden“, sagte Volker Arp, Geschäftsführer Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein. „Sie haben eine vorbildliche Kreisfeuerwehrzentrale, von der ich immer nur schwärmen kann. Da haben sie gut investiert. Machen sie gern damit weiter“, sagte Arp bevor Tiemann und Stolz die Urkunden des Kreises an acht Retter verliehen.

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