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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 17:00 Uhr

Helfende Hände für Kinder

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

AktionSchulsozialarbeit in Rellingen feiert zehnten Geburtstag / Bereich wird immer wichtiger für Förderung der Schulgemeinschaft

„Wir wollen die Kinder stark machen, ihnen die Möglichkeit geben, eigene Lösungsideen zu entwickeln“, sagt Adrian Matthäi, Schulsozialarbeiter an der Caspar-Voght-Schule in Rellingen. Matthäi ist einer von vier Mitarbeitern, die sich an den Rellinger Schulen für ein besseres Miteinander einsetzen. Und das seit nun mehr zehn Jahren.

„Am 1. Oktober 2007 haben wir die erste Schulsozialarbeit zur Unterstützung an den Rellinger Schulen eingeführt“, sagt Silke Mannstaedt, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice für Familie, Schule und Soziales. Damals sei lediglich eine Stelle am ehemaligen Schulzentrum Egenbüttel besetzt gewesen. Heute verfügen die Brüder-Grimm-Schule, die Erich Kästner Grundschule und eben die heutige Caspar-Voght-Schule über Sozialarbeitsstellen.

„Die Schulsozialarbeit kann als Jugendhilfe am Ort Schule die Möglichkeit bieten, Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung ihrer schulischen und privaten Herausforderungen zu unterstützen“, sagt Mannstaedt. Rellingen habe das sehr früh erkannt. Die Sozialarbeit sei aus dem Schulalltag der drei Schulen mittlerweile nicht mehr wegzudenken. „Der Ausbau der Stunden ist seitdem kontinuierlich gewachsen und die Schulsozialarbeit ist ein unverzichtbarer, integrativer Bestandteil an den Rellinger Grundschulen“, erläutert Mannstaedt. Jede der Schulen wird dabei von mindestens einem der vier Sozialarbeiter unterstützt. Keine Selbstverständlichkeit, wie Silke Dewitz-Gührke, an der Caspar-Voght-Schule seit vier Jahren als Sozialarbeiterin beschäftigt, erklärt: „Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir hier in Rellingen eine Luxussituation genießen. Das ist längst nicht überall im Kreis so.“ So werden laut Martina Wohlers, die an der Brüder-Grimm-Schule arbeitet, benötigtes Material zur Verfügung gestellt und Fortbildungen bezahlt. Bettina Godehardt, die erst seit Anfang des Jahres an der Erich Kästner Grundschule engagiert ist, berichtet: „An anderen Schulen, an denen ich gearbeitet habe, gab es das nicht. Die Akzeptanz gegenüber der sozialen Arbeit ist hier sehr hoch.“ Und Matthäi fügt an: „Die Gemeinde stärkt uns enorm den Rücken.“

Das schlägt sich auch in den Investitionsgeldern nieder. „Unser Haushaltsplan für 2018 sieht Kosten in Höhe von 204  300 Euro vor. 57  300 Euro schießen Kreis und Land zu, die restlichen 147  000 Euro übernimmt die Gemeinde“, sagt Mannstaedt.

Die tägliche Sozialarbeit entlaste vor allem die Lehrer der Schulen. „Sie sollen sich auf das Unterrichten konzentrieren. Wenn die Kinder schulische oder private Probleme haben, kommen sie damit zu uns“, so Matthäi. Sozialarbeit sei dabei auch immer Beziehungsarbeit. „Es ist wichtig, dass die Kinder uns kennen und vertrauen, damit wir ihnen präventiv helfen können“, resümiert Dewitz-Gührke.

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