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Frauenpower für Flüchtlingshilfe : Hausnummer 41: Der Diakonieverein Migration ist umgezogen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Diakonieverein Migration ist in die Bahnhofstraße 41 gezogen. Schüler der JBS helfen ehrenamtlich. Spende vom Bücherwurm.

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erstellt am 16.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Seit November hat die Schülerin Maria Iordache jeden Donnerstag einen festen Termin: Direkt nach dem Unterricht in der Johannes-Brahms-Schule geht sie zur Diakonie Migration. „Ich bin im Team Fischer“, sagt sie und strahlt. Team Fischer? So nennen sich die ehrenamtlichen Helfer, die Karen Fischer zuarbeiten. Denn sie organisiert die Integrations- und Sprachkurse des Diakonievereins Migration in Pinneberg. In den vergangenen Monaten hatte sie eine Menge zu tun. „Der Andrang im November und Dezember war unglaublich. Wir haben innerhalb kürzester Zeit zehn Sprachkurse mit jeweils ungefähr 22 Personen auf die Beine gestellt“, erinnert sich Fischer.

Der Verein ist gerade umgezogen, hat seinen Standort für die Sprachkursusverwaltung in die Bahnhofstraße 41 verlegt. Auf 220 Quadratmetern hat das Team Fischer nun mehr Platz für Betreuung, Kurse und Verwaltung. Raumnummern gibt es nicht, stattdessen heißen die Räume „Hope“ und „Fun“. „Weil die Kurse hier auch Spaß und Hoffnung machen sollen“, erklärt Fischer.

Maria Iordache führt beim Verein auch Interviews. Damit wird das Sprachniveau von Bewerbern wie Mojtaba Akbavi (19) festgestellt.
Maria Iordache führt beim Verein auch Interviews. Damit wird das Sprachniveau von Bewerbern wie Mojtaba Akbavi (19) festgestellt. Foto: Oster

Iordache kam selbst vor zwei Jahren aus Rumänien nach Pinneberg. „Letztes Jahr konnte ich selbst noch kein Deutsch. Ich weiß, wie schwer es ist, sich erst einmal zurechtzufinden“, erklärt die 18-Jährige, die noch vier weitere Sprachen beherrscht. Die junge Frau möchte deshalb Menschen in ähnlichen Lebenssituationen helfen. Bei der Diakonie führt sie zum Beispiel Interviews mit den Asylbewerbern, um das Sprachniveau festzustellen.

Helfen wollte auch Monika Frömming vom Bücherwurm. Im Eingangsbereich der Pinneberger Buchhandlung hat sie deswegen Anfang Januar die übrigen Kalender für 2016 angeboten. Gegen eine Spende für die Flüchtlingshilfe. „Das war ein großer Erfolg. Die Kunden haben zum Teil mehr als den Ladenpreis gespendet“, sagt Frömming. „Und sogar Kinder haben ihr Taschengeld gespendet“, zeigt sie sich beeindruckt. Außerdem habe ein Herr noch Bücher dazugelegt, die ebenfalls gegen eine Spende für die Flüchtlingshilfe erworben werden konnten. 400 Euro kamen dabei zusammen. Generell erlebe das Bücherwurm-Team in ihrem Geschäft positive Stimmung gegenüber Migranten. „Wir freuen uns, dass Pinneberg so weltoffen ist“, sagt sie. Sie könne sich auch künftige Kooperationen mit dem Diakonieverein vorstellen.

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