Haus & Grund diskutiert übers Energiesparen

<p>Der Haus &amp; Grund-Vorstand moderierte schnell und souverän durch die Sitzung: Sven Gaartz (von links), Alfred Redmann, Christian Lange und Silke Knieper.</p>

Der Haus & Grund-Vorstand moderierte schnell und souverän durch die Sitzung: Sven Gaartz (von links), Alfred Redmann, Christian Lange und Silke Knieper.

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14. Mai 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Wie mache ich mein Haus fit für die Zukunft? Wie bedeutsam sind Wärmedämmung, moderne Heizung und Energieausweis? Der Vortrag von Peter M. Friemert beim Pinneberger Haus- und Grundeigentümerverein (Haus & Grund) hat nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch Gäste interessiert. Der ausgebildete Architekt und Diplom-Ingenieur stellte klar: Jedes Haus ist ein Einzelfall und jedes Haus hat seine eigene Geschichte. Es erfordere mehr Aufwand, ein Haus aus den 50er Jahren als ein Haus aus den 60er Jahren zu sanieren. Denn das in den Nachkriegsjahren verwendete Baumaterial habe zumeist eine andere Qualität als Baustoffe aus den späteren Jahrzehnten.

Während seiner Präsentation problematisierte Friemert die "Große Lüge von der Wärmedämmung". Ein Irrtum: Diverse Hauseigentümer kleben Bauplatten an ihre Fassaden, um Heizkosten zu sparen. Doch die Rechnung geht nicht auf. "Denn meistens überstiegen die Kosten der Sanierung die Einsparungen. "Lassen Sie sich nicht ins Boxhorn jagen, hinterfragen Sie jede von Experten vorgeschlagenen Energieeinsparvorkehrungen kritisch", bilanzierte der Ingenieur. Nach seiner Präsentation stellte sich der Experte noch individuellen Fragen der Anwesenden.

Zur Versammlung: Haus & Grund erfreut sich eines steigenden Mitgliederzuwachses. Ende des Jahres zählten 1368 Frauen und Männer zum Verein. Für viele Mitglieder ärgerlich: Der Verein muss sich ab dem kommenden Jahr auf eine Beitragserhöhung einstellen. "Das liegt daran, dass die Ausgaben überproportional zu den Einnahmen gestiegen sind", bedauerte Kassenwart Sven Gaartz. Rechnungsposten wie Porto- und Anzeigenkosten, Internet, Vereinszeitung und steigende Auflagen für den Landesverband schlagen zu Buche. Auch im Falle von erforderlichen Sanierungen ist der Verein gezwungen, Rücklagen zu bilden. Hans-Heinrich Sorgenfrei bemängelte indes, dass der Landesverband 25 Prozent der Beiträge kassiere.

Der Vorsitzende erläuterte einige Änderungen aus dem Mietrecht. Sie betrafen beispielsweise die Mietkaution. Zahlt der Mieter seine in Raten zu zahlende Kaution nicht, kann ihm fristlos gekündigt werden.

Im Zuge der Wahlen wurde Sven Gaartz als Kassenwart wiedergewählt. Darüber hinaus stimmten die Mitglieder für Peter Thiel als Beisitzer und Hans-Heinrich Sorgenfrei als zweiten Kassenprüfer.

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