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Sanierung der Quickborner Straße : Hauptverkehrsader wird gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Einwohner der Gemeinden Borstel-Hohenraden und Kummerfeld müssen mit Einschränkungen leben.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 16:06 Uhr

Borstel-Hohnraden | Die Emotionen kochten hoch während der Einwohnerversammlung der Gemeinden Borstel-Hohenraden und Kummerfeld am Mittwochabend. Die grundlegende Sanierung der Quickborner Straße wird den Bewohnern einiges abverlangen. Das wurde deutlich. Denn in kurzen, etwa 200 Meter langen Abschnitten, wird die Hauptverkehrsader voll gesperrt.

Insgesamt werden etwas mehr als sechs Kilometer der Strecke saniert. Das Interesse war groß, die Johannes-Schneider-Halle in Borstel-Hohenraden voll besetzt.

Am 15. Juni ist offiziell Baubeginn. Vier Monate Bauzeit sind veranschlagt. Der überörtliche Verkehr wird über eine weitläufige Umleitung über die K21 durch Kummerfeld, weiter über die L110 durch Ellerhoop, weiter auf der L195 und L11 durch Hemdingen und Bilsen geführt. Der große Umweg führte zu einem Raunen im Publikum. Anders geht es aber nicht, machte Peer Hansen vom Planungsbüro deutlich. Innerhalb der Ortschaft werden auf der Straße alle Schichten abgetragen und neu aufgelegt.

Zuvor wird der Fußweg in den ersten vier Wochen erneuert. In dieser Zeit gilt in Richtung Quickborn eine Einbahnstraßenregelung. Die Erneuerung der Straße erfolgt dann in 15 Abschnitte. Anwohner müssen in dieser Zeit weiter weg parken. Denn dann gilt die Vollsperrung für den jeweiligen Abschnitt. „Den Anliegern ist es durchaus zuzumuten, 200 Meter zu laufen“, sagte Kersten Schmidt von der Landesstraßenbaubehörde.

 

Um den Fußweg ging es den Anwohnern aber wohl kaum, denn die Reaktion aus dem Publikum folgte prompt. Wie er denn die Anlieferung des Futters für seine 1200 Schweine miteinem Lkw bewerkstelligen soll, fragte ein Landwirt. Hier werde eine Lösung mit der Baufirma gefunden, versicherten Rahn, Hansen und Schmidt. Feuerwehr und Rettungswagen könnten den Radweg nutzen. Auch andere betroffene Betriebe werden unterstützt, ergänzte Rahn. „Ein Vollausbau geht nur, wenn wir die Straße sperren. Ich arbeite noch an einem Patent, bei dem die Straße außerhalb des Ortes erneuert und dann eingeflogen wird. Das ist aber noch nicht möglich“, sagte Schmidt.

Beatrix Mundt vom ÖPNV zeigte mehr Verständnis für die Anwohner. Die Nachricht der Sanierung habe sie „schockiert“, denn die Strecke sei eben stark frequentiert. Einige Bushaltestellen könnten während einzelner Bauphasen nicht angefahren werden. Die Umleitungen führen teilweise durch die Kummerfelder Straße. Bei späteren Bauabschnitten müssen aber auch die Busse über Hemdingen und Bilsen ausweichen. Mit einer Verspätung von etwa 20 Minuten sei dann zu rechnen. Die Bewohner finden die jeweils aktuellen Fahrpläne im Internet und an den Haltestellen.

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