Schenefeld : Hauptstraße als Tempo-30-Zone

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Die Stadt hat den Abschnitt zwischen Blankeneser Chaussee und Autal-Kreisel im Visier. Der Kreis wird vorab in die Planungen eingebunden.

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20. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Die östliche Hauptstraße in Schenefeld: schon lange eine Problemstraße. Die Fahrbahn ist sanierungsbedürftig, wird seit Jahren geflickt. Die Radwege sind zu schmal, nicht sicher und in schlechtem Zustand. Immer wieder gibt es Beschwerden von Anwohnern wegen der hohen Lärmbelastung. 10.000 Fahrzeuge am Tag rollen über diese Hauptverkehrsstraße, vor allem in Richtung Hamburg und in Richtung Halstenbek. Die Aufenthaltsqualität ist bescheiden.

Die Analyse von Schenefelds Bauamtschef Günther Leimert ist glasklar – die Entscheidung der Politik auch. Die Stadt soll ran an die Hauptstraße – und zwar an den zirka 200 Meter langen Abschnitt zwischen der Blankeneser Chaussee und dem Autal-Kreisel. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend beschlossen.

Der Plan steht: Die Geschwindigkeit soll runter. Leimert schlägt vor, den Abschnitt in die bestehenden Tempo-30-Zonen in diesem Bereich mit einzubinden. „Die Straßen nördlich und südlich dieses Abschnittes sind als Tempo-30-Zonen oder sogar als Verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen“, betont Leimert. Es gehe nicht nur um Tempo 30, sondern auch um bauliche Veränderungen zwischen der Blankeneser Chaussee und dem Kreisverkehr. Die Fahrbahnbreite könnte von jetzt 7,10 Meter auf 6,50 Meter zurückgebaut werden. Radwege wären überflüssig. In einer Tempo-30-Zone gehören die Radler auf die Straße. Es bestünde aber die Möglichkeit, dass Radfahrer die Gehwege benutzen dürfen.

Laut Leimert gäbe es durch einen Umbau neuen Gestaltungsspielraum, um die Aufenthaltsqualität in der Mitte des Dorfes zu erhöhen. Eine Temporeduzierung würde auch zu einer Lärmminderung führen. Mit diesem Konzept könnten viele Probleme gleichzeitig gelöst werden.

Tempo runter auf Hauptverkehrsstraßen: Mit diesem Vorstoß ist die Stadt in der Vergangenheit mehrfach an den Straßenverkehrsbehörden gescheitert. Der Kreis muss auch dem neuen Plan zustimmen. Er soll diesmal vorab über die geplanten Veränderungen informiert werden. „Wir brauchen eine klare Botschaft vom Kreis“, betonte der CDU-Abgeordnete Hans-Detlef Engel.

Im Etat für kommendes Jahr stehen für die Hauptstraße 50.000 Euro für Planungskosten bereit. 2016 oder 2017 könnte es dann wirklich losgehen. Eines ist allen bewusst. Der Umbau wird teuer. „Da müssen wir tief runter. Wahrscheinlich müssen wir auch alle Leitungen erneuern“, mutmaßte Engel.

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