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Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 12:30 Uhr

Appen : Hauke Pein ist Bauer des Jahres

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Landwirt aus Appen setzte sich bundesweit durch.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 13:30 Uhr

Appen | Hauke Pein hat sich gegen 180 Bewerber bei der Wahl zum Landwirt des Jahres durchgesetzt. Der Appener hat im Jahr 2011 den Almthof von seinem Vater übernommen und hält 220 Milchkühe. Alleine durch diese Tatsache wird man aber natürlich nicht Bauer des Jahres. Überzeugt hat die Jury die Vernetzung von Öffentlichkeitsarbeit und moderner Landwirtschaft auf dem Hof.

Verliehen wurde der Preis während einer großen Gala in Berlin unter Anwesenheit hoher Politikprominenz wie beispielsweise Bundesagrarminister Christian Schmidt. „Oh mein Gott“, habe er gedacht, als sein Name fiel. „Es gab wirklich sehr starke Konkurrenten. Alles war auf sehr hohem Niveau.“ Aber natürlich habe er sich sehr gefreut. Initiert wird der „Ceres Award“ vom Fachblatt „dlz Agrarmagazin“. Dort hatte der Appener auch von dem Preis gelesen und sich spontan beworben.

Der Landwirt hat nicht nur einen nordeutschen Vornamen, auch die breite Aussprache verrät das Nordlicht aus Appen sofort. Der 29-Jährige ist auf dem elterlichen Bauernhof großgeworden. Später machte er seine Ausblildung in Niedersachsen, studierte Agrarwirtschaft in Kiel und kam zurück nach Appen. „Von Kindheit an hatte ich Milch im Blut“, erklärt Pein schmunzelnd. Seit 500 Jahren betreibt seine Familie Landwirtschaft – mittlerweile in der 14. Generation. Seit 12 Jahren befindet sich der heutige Erlebnisbauernhof am jetzigen Standort am Almtweg.

Die 10.000 Euro Preisgeld darf Pein nicht einfach verprassen – das Geld soll für einen neuen Informationsraum eingesetzt werden. Der Preis wird verliehen, um das Image der Landwirte aufzupolieren. Deshalb konnte er wohl auch mit seiner offensiven Öfentlichkeitsarbeit punkten: Auf dem Hof stehen überall Informationsschilder. Es gibt Führungen für die Besucher. Man kann gegen ein Eintrittsgeld von zwei Euro Landwirtschaft aus nächster Nähe betrachten. 20 Kälber seien in diesem Jahr vor Zuschauern auf die Welt gekommen, sagt Pein sichtlich stolz. Außerdem kann man mit Fußbällen golfen, im Stroh toben, Trecker fahren oder im Maislabyrinth umherirren. An 200 Tagen im Jahr hat der Hof geöffnet. Besonders Familien und Betriebe nutzen die Angebote. Auch Kindergeburtstage werden auf dem Bauernhof gefeiert. Zusätzlich gibt es das Altmcafé, in dem sich die Besucher stärken können.

Dem studierten Landwirt ist es aber auch wichtig zu erwähnen, dass außer all den Nebengeschäften nach wie vor auf dem Hof Milch produziert wird: „Wir sind kein Showbetrieb.“ Dass er Milchbauer werden will, war von vorneherein klar. „Es macht Spaß mit den Tieren zu arbeiten. Jede Kuh hat ihre Macken, ihren eigenen Charakter. Das ist aber eben auch die Herausforderung.“

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