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Mysteriöses Geräusch in Pinneberg : Hat es sich ausgeknallt?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Landesweites Medienecho, vermehrte Polizeistreifen: Der Knall von Pinneberg bleibt Stadtgespräch - obwohl es ruhig ist.

Ein Knall macht Karriere: Das ominöse Geräusch, das Pinneberger nachts regelmäßig aus dem Schlaf schreckt, bleibt Stadtgespräch – und sorgt für ein landesweites Medienecho. Spekulationen treiben immer neue Blüten. Des Rätsels Lösung lässt auf sich warten. Immerhin: Es gibt Hoffnung für lärmgeplagte Menschen. „Seit einiger Zeit ist es ruhig in unserer Stadt“, sagt Klaus Seyfert.

Der Erste Stadtrat amtiert derzeit als Bürgermeister der Kreisstadt. Und er hatte Montag ein Fernsehteam des NDR zu Gast. Viel Neues konnte er den Redakteuren, die der Knall an die Pinnau gelockt hatte, nicht berichten: „Das Geräusch ist bereits im Frühjahr mehrmals aufgetreten, im August ging es dann weiter“, so Seyfert. In den vergangenen Tagen habe es hingegen keine Anrufe besorgter Bürger mehr gegeben.

Mitte September hatte unsere Zeitung erstmals über den rätselhaften Lärm berichtet. In unserer Redaktion waren zuvor Anrufe und E-Mails besorgter Pinneberger eingegangen. Ebenso im Rathaus. Vor allem aus dem Bereich um das Wohngebiet Rethwiese mehrten sich Stimmen, die den Knall zumeist als heftige Detonation beschrieben.

Dass die Ursache des Lärms in Gleisbauarbeiten zu suchen sei, hatte die Bahn AG ins Reich der Fabel verwiesen. Seyfert kann sich vorstellen, dass mittlerweile sogar Nachahmer unterwegs sind: „Es ist nicht auszuschließen, dass nach der Berichterstattung Trittbrettfahrer aufgesprungen sind.“ Die könnten sich besonders lauter Knallkörper bedienen, um die Aufregung anzuheizen.

Thorsten Buchwitz, Revierleiter bei der Pinneberger Polizei, hat auf die eigenartigen Vorfälle reagiert. „Wir fahren vermehrt Streife im Innenstadtbereich und entlang der Bahnlinie.“ Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren, so der Polizeichef. Kürzlich habe man Böller-Reste im Fahlt gefunden. Buchwitz gibt zu bedenken, dass die Menschen derzeit besonders sensibilisiert seien. „In den vergangenen Tagen hat es allerdings keine Meldungen gegeben“, bestätigt der Beamte die Aussagen Seyferts.

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erstellt am 09.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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