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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 06:18 Uhr

Hass + Hatje kann zweite Halle bauen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

bauausschuss Politik sagt einstimmig Ja / BI: „Zähneknirschende Zustimmung“

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Durchatmen bei Ines Kitzing und Ralf Lüthje, Geschäftsführer-Duo des Rellinger Baustoffzentrums Hass  +  Hatje an der Gärtnerstraße, Erleichterung bei Rellingens Politikern und Verwaltung, zähneknirschende Zustimmung bei der Rellinger „Anlieger Interessen Gemeinschaft“ (A. I. G.): Am Dienstagabend stimmten die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig für die Erweiterung um eine zweite Halle sowie 103 neue Stellplätze für die Mitarbeiter. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans 47 wird im Rat am 8. Juni beraten.

Zur Erinnerung: Zu dem vorhandenen Hagebau-Markt und dem Baustoffhandel soll auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Stoldt eine zweite Halle gebaut werden – mit 3344 Quadratmetern so groß wie die vorhandene.

Bauausschuss-Vorsitzender Eckhard Schlesselmann (CDU) freute sich über das „Happy End“ einer monatelangen Auseinandersetzung mit einer Materie, die zuletzt eine 500 Seiten starke Vorlage produziert hat.

Nachdem Architekt Peter Scharlibbe – vom Büro für integrierte Stadtplanung (BIS) mit Sitz in Aukrug – per Powerpoint den Sachverhalt erneut vorstellte, war es BI-Sprecher Wolfhart Pauksch, der das Wort ergriff. Grundsätzlich sei die BI unzufrieden, weil der Ausbau mit zusätzlichem Pkw- und Lkw-Verkehr genehmigt worden sei. „Aber wir werden das Abstimmungsergebnis zähneknirschend akzeptieren.“ Froh sei man über das Erreichte: Dazu gehört laut Pauksch eine „bis zehn Zentimeter dicke Substratschüttung für das Hallendach“, heißt extensive Begrünung.

Dazu gehört, dass, angrenzend im Norden, ein 520 Kubikmeter fassendes Regenrückhaltebecken gebaut und Ausgleichsflächen für 6000 Quadratmeter versiegelten Boden im Kreis Pinneberg entstehen sollen. Dazu gehört auch eine bis zu 7,5 Meter hohe Abschirmung der Bebauung zur Nordseite hin. Ein Erfolg sei auch, dass der Investor einem drei Meter hohen Sicht- und Imissionsschutzwall im Norden (Banskamp), im Osten (Gärtnerstraße) und im Süden (Eichenstraße/Eichenplatz) zugestimmt habe.

Leider erfolglos geblieben ist aus Sicht von Pauksch, dass die schallreflexionsarme Hallenwand, um die Reflexion von Lärm durch Polizei, Ambulanzen, Arbeitslärm auf dem Areal zu minimieren, nicht errichtet wird. Zudem werde der geforderte Sicht- und Blendschutz (gegen Autoscheinwerfer) Richtung Wohnbebauung Gärtnerstraße nicht wie gefordert drei, sondern zwei Meter Höhe haben.

Für Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) ist das „Verfahren ein guter Kompromiss für beide Seiten“. Anwohner- und wirtschaftliche Interessen würden berücksichtigt. Mit dem Beginn der Baumaßnahmen ist nicht vor 2018 zu rechnen.

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