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Mehr als 200.000 Euro : Hasloher Neuen Mitte: Uneinigkeit über die Ausschreibung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bauausschuss: Zweiter Bauabschnitt der Hasloher Neuen Mitte im Fokus. Die Kosten der Bauleitplanung überschreiten 209.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 14:00 Uhr

Hasloh | Der zweite Bauabschnitt der Neuen Mitte in Hasloh beschäftigte die Mitglieder des Bauausschusses während der jüngsten Sitzung. Dabei ging es vor allem um die Ausschreibung, die aufgrund der Überschreitung des Schwellenwertes in ganz Europa erfolgen muss. Die Bauleitplanung für das 50.000 Quadratmeter große Areal überschreitet den Wert von 209  000 Euro. Bereits während der Sitzung im Februar kündigte Michael Görres von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft an: „Wenn wir die Ausschreibung nicht europaweit tätigen, verstoßen wir gegen EU-Recht.“

Doch über das Verfahren gehen die Meinungen auseinander. Ausschussvorsitzender Thomas Krohn (CDU) berichtete den Politikern und den Hasloher Bürgern über das Ergebnis aus einem Gespräch mit den Architekten: „Die einen sagen, man muss eine europaweite Ausschreibung machen, die anderen meinen, es sei nicht notwendig. Wir sind nicht schlauer geworden und sind eigentlich wieder am Anfang.“ Er schlug deshalb vor, sich an die Landesregierung zu wenden. „Dort können wir uns das Ganze noch einmal erläutern lassen“, begründete Krohn.

Dem konnte Eckhard Stapelfeld (FDP) nicht zustimmen. „Warum müssen wir nun nach Kiel fahren? Wir haben Quickborn, die das für uns erledigen sollen“, sagte Stapelfeld. Dem widersprach Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD): „Quickborn hat sich bereits in Kiel informiert und dabei erfahren, dass eine europaweite Ausschreibung erfolgen muss. Wir möchten uns die Gründe für diese Entscheidung noch einmal erläutern lassen und möchten wissen, wie es zu dieser Einschätzung kam“, erklärte der Bürgermeister.

Den Weg nach Kiel auf sich zu nehmen sah Stapelfeld dennoch als unnötigen Aufwand an: „Es gibt klare Richtlinien, dann müssen wir uns dem unterwerfen. Warum müssen wir noch so lange herumdiskutieren, anstatt keine Zeit zu verlieren und die Ausschreibung in die Wege zu leiten?“, fragte Stapelfeld. Er könne das Vorgehen in dieser Weise nicht verstehen und schlug stattdessen vor, einen Fachanwalt zu beauftragen. „Was wir hier machen, gibt es schließlich nicht zum ersten Mal“, begründete er. Akzeptiert die Gemeinde die europaweite Ausschreibung ist der nächste Schritt die Veröffentlichung im Internet. Zur Vorbereitung erstellt Hasloh eine Art Steckbrief, aus dem die Lage der Fläche und deren Verwendung hervorgehen sollen.

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