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Reithallenbau an der Brakelstwiete : Hasloher FDP fordert den Baustopp

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Es werden Folgekosten durch den Reithallenbau befürchtet.

von
erstellt am 22.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Hasloh | Mit einem Antrag an die Hasloher Gemeindevertretung reagiert die FDP-Fraktion der Gemeinde jetzt auf den Bau einer Reithalle an der Brakelstwiete. Der Wirtschaftsweg – eine Betonspurbahn – gehört zu Hasloh, das Gelände daneben jedoch zu Bönningstedt.

„Wir beantragen, den Tagesordnungspunkt ,Bauvorhaben Brakelstwiete‘ auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstag, 4. November, zu setzen“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Kay Löhr, in dem Schriftstück. Drei Beschlussvorschläge unterbreitet der Politiker darin dem Gremium. Erstens: „Die Gemeindevertretung spricht ihre Missbilligung über das Bauvorhaben in der Brakelstwiete aus.“

Zweitens: „Die Gemeindevertretung beauftragt den Bürgermeister, mit anwaltlicher Unterstützung zu prüfen, ob durch die nicht erfolgte Beteiligung Haslohs an dem gemeindlichen Einvernehmen ein Verfahrensfehler vorliegt und ob bis zur Klärung des Sachverhalts die Möglichkeit besteht, einen Baustopp zu erreichen.“ Löhr erläutert im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er in dem Vorgang eine Missachtung des so genannten interkommunalen Abstimmungsgebots sieht.

Drittens: „Die Gemeindevertretung beauftragt den Bürgermeister zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, den Bauherrn nachträglich an möglichen Erschließungsmaßnahmen zu beteiligen sowie für Schäden an dem Wirtschaftsweg haftbar zu machen, die durch das Bauvorhaben und den Betrieb hervorgerufen werden.“

Insbesondere der letzte Punkt liegt Löhr schwer im Magen. „Wir hatten keine Chance, im Vorfeld mit dem Bauherrn über mögliche Folgen zu sprechen“, sagt Löhr. Es gebe keine Kostenregelung bezüglich eventuell notwendiger Ausbaumaßnahmen oder Schäden an den Verkehrswegen. „Es wird hier zusätzliche Belastungen des Feldwegs durch Publikumsverkehr, Müllabfuhr und die Anlieferung von Futtermitteln geben“, so Löhrs Befürchtungen.

Leidet Landschaft unter der Baumaßnahme?

Es gehe ihm in erster Linie darum, finanziellen Schaden von der Gemeinde abzuwenden. „Eine Kostenbeteiligung durch eine Straßenausbausatzung, soweit sie im Außenbereich überhaupt machbar wäre, würde nicht funktionieren, da das Baugrundstück auf Bönningstedter Gebiet liegt. Auch eventuelle anfallende Gewerbesteuererträge würden aus dem gleichen Grund nach Bönningstedt fallen“, erklärt Löhr.

Aus Sicht seiner Fraktion könne bei einem derartigen Bauvorhaben nicht vor den Grundstücksgrenzen Halt gemacht werden. „Diese Maßnahme wirkt sich unmittelbar auf die umliegende Landschaft aus und diese gehört, jedenfalls zum Teil, auch zur Gemeinde Hasloh“, sagt Löhr. Zudem sei das Gelände ein wesentlicher Bestandteil des Naherholungsgebiets für die Dorfbewohner.

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