Hasloh wird weiter wachsen

Zum Ende des Jahres sollen die Grundstücke rechts des ersten Bauabschnitts verkaufsfertig sein.
Zum Ende des Jahres sollen die Grundstücke rechts des ersten Bauabschnitts verkaufsfertig sein.

Zweiter Bauabschnitt der Neuen Mitte soll 2018 vorangetrieben werden / Alte Kirche wird abgerissen, auch dort entstehen Häuser

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04. Januar 2018, 16:00 Uhr

Kaum eine Gemeinde im Kreis Pinneberg arbeitet an so vielen großen Projekten gleichzeitig wie Hasloh. Welche Kraftanstrengungen im vergangenen Jahr notwendig waren und welche Aufgaben 2018 anstehen, berichtet Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD).

Frage: Welche Projekte konnten 2017 umgesetzt werden?
Bernhard Brummund (SPD): Hasloh zukunftsfähig zu machen, das ist unser strategischer Plan. Auch im Jahr 2017 sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die dabei mitgearbeitet haben, möchte ich dafür ganz herzlich danken. Ohne ihr Engagement wäre vieles nicht möglich gewesen.

28 zusätzliche Kita-Plätze wurden geschaffen, 49 altersgerechte Wohnungen sind im Bau und wurden teilweise bereits bezogen, die Sanierung und Erweiterung der Peter-Lunding-Schule hat begonnen, außerdem wurde sie offiziell als „Offene Ganztagsgrundschule“ anerkannt. Auch die Gemeinschaftsschule Rugenbergen ist jetzt durch eine Trägerschaft der Gemeinden Bönningstedt, Ellerbek und Hasloh gesichert.

Und – nicht zu vergessen: Im November wurde die neue evangelisch-lutherische Kirche geweiht. Für die Gemeinde Hasloh ist das wegen der vielfältigen Aktivitäten der Kirchengemeinde von unschätzbarem Wert.

Was sind die wichtigsten politischen Vorhaben für 2018 im Dorf?
Auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit wollen wir auch im nächsten Jahr vorankommen. An etlichen Stellen des Orts wird man diese Entwicklung beobachten können. Ein Schwerpunkt wird die Reparatur von gemeindlichen Straßen und Wegen sein, denn hier gibt es weiterhin Handlungsbedarf.

Das gilt ebenfalls für unsere Abwasserleitungen, die in einigen Bereichen sanierungsbedürftig sind. Dazu gehören auch die teilweise veralteten Schmutzwasserpumpen. Die gesamte Aufgabe der Abwasserbeseitigung haben wir mit Wirkung zum 1. Januar 2018 an den Abwasserzweckverband Südholstein (Azv) übertragen, einem kommunalen und hoch kompetenten Unternehmen der kommunalen Wasserwirtschaft. Darin sind 44 Städte, Gemeinden und Ämter vertreten.

Auch um das Projekt „Peter-Lunding-Schule“ werden wir uns intensiv zu kümmern haben. Ziel ist es, am Ende des Jahres die ersten beiden Bauabschnitte abgeschlossen und mit dem letzten begonnen zu haben.

Ebenso soll es bei der Verwirklichung des zweiten Bauabschnitts der „Neuen Mitte“ vorangehen. Ein erster Planungsentwurf soll zirka Ende Februar vorliegen und dann öffentlich diskutiert werden. Auch eine Einwohnerversammlung wird es dazu geben. Noch vor der Sommerpause soll dann ein Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Aufstellung eines Bebauungsplans erstellt und beschlossen sein und den Behörden zur Genehmigung zugeleitet werden. Ziel ist es, im November / Dezember mit der Veräußerung von Grundstücken zu beginnen.

Auch am Mittelweg 2 soll sich einiges verändern: In einigen Monaten wird es das alte Kirchengebäude nicht mehr geben. Stattdessen werden dort Wohnungen errichtet, und zwar in lockerer Bauweise mit mehreren Baukörpern.

Weiterkommen wollen wir auch bei dem Vorhaben „Entwicklung eines Gewerbegebietes“. Die dafür eingerichtete Arbeitsgruppe ist an dem Thema dran. Und wir sind optimistisch, dass es gelingen wird, gemeinsam mit dem Eigentümer das marode Bahnhofsgebäude verschwinden und durch ein neues Gebäude ersetzen zu lassen. Ebenso wird es im Garstedter Weg aller Voraussicht nach eine gravierende Neuerung geben: Die Gemeinde beabsichtigt, das Gebäude der Volksbank zu erwerben. Der Bürgermeister wurde auf der letzten Gemeinderatssitzung ermächtigt, entsprechende Kaufverhandlungen zu führen und einen Kaufvertrag abzuschließen. Wenn der Erwerb erfolgt, soll in dem Gebäude unter anderem das Gemeindebüro eingerichtet werden. Dort hätte man dann den barrierefreien
Zugang, den es im jetzigen „Dörphus“ nicht gibt. Darüber, was mit dem alten Gebäude geschehen soll, gibt es
verschiedene Überlegungen, aber noch keine Entscheidung.

Wie man sieht, wird es auch 2018 viel zu tun geben, um unsere Gemeinde noch attraktiver zu machen. Aber natürlich wollen wir auch im neuen Jahr nicht nur arbeiten, sondern auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit feiern, so auch bei den traditionellen Festen. Möge es dabei etwas besseres Wetter geben als im letzten Jahr. Verdient hätten wir es . . .

Worum wollen sie sich im neuen Jahr mehr kümmern?
Noch mehr kümmern als bisher will ich mich um das äußere Erscheinungsbild unserer Gemeinde. Vielerorts ist es vorbildlich, auch weil die Anwohnerinnen und Anwohner mit dafür sorgen, aber an einigen Stellen gibt es Handlungsbedarf. So sind etliche Straßenschilder verschmutzt. Auch vom Bewuchs nicht gereinigte Rinnsteine wirken unansehnlich, ebenso einige öffentliche Grünflächen.

Die Bauhof-Belegschaft wird sich, auch dank neuer Geräte, mehr darum kümmern können, aber auch die Mithilfe von noch mehr Bürgerinnen und Bürgern ist notwendig. Gemeinsam wird es gelingen, ein gepflegtes und erfreuliches Erscheinungsbild von einem Ort zu schaffen, in dem wir uns wohlfühlen.

Mit welchen guten Vorsätzen starten Sie ins neue Jahr?
Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, mich mehr um meine Fitness zu kümmern und einige weitere
Kilogramm „abzutrainieren“. Ziel ist, beim nächsten „Wichtellauf“ am 24. Dezember 2018 mitlaufen zu können, ohne Letzter zu werden. Mal sehen, ob das gelingt . . .

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