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Neubau an der Brakelstwiete : Hasloh missbilligt den Reitstall

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeindevertreter einstimming gegen die Halle an der Brakelstwiete. Widerspruch gegen Baugenehmigung.

von
erstellt am 06.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Hasloh | Das Votum der Hasloher Gemeindevertreter machte deutlich, dass die Politiker aller Fraktionen verärgert sind: Einstimmig sprach das Gremium seine Missbilligung über das Bauvorhaben an der Brakelstwiete aus. Dort entsteht derzeit eine Mehrzweckhalle für einen privilegierten landwirtschaftlichen Betrieb. Ab dem kommenden Frühjahr sollen dort Arabische Vollblutpferde gezüchtet werden.

Auf Antrag der Hasloher FDP-Fraktion beschäftigten sich am Dienstagabend die Gemeindevertreter mit dem Vorhaben. „Die Belange Haslohs werden beeinträchtigt“, sagte Kay Löhr (FDP), der insbesondere auf mögliche Schäden durch die Erschließung des Geländes und die Baufahrzeuge verwies. „Wir sollten aktiv werden und einen Anwalt einschalten“, pflichtete Gunnar Schacht (SPD) ihm bei. Auch Dagmar Steiner (CDU) schloss sich diesem Standpunkt an. Geplant ist, gegen die erteilte Baugenehmigung Widerspruch einzulegen.

Die Betreiberin Christina Krumm hingegen versteht die Aufregung nicht. „Es entsteht ausschließlich ein Zuchtbetrieb mit einem Pferdestall für etwa 20 eigene Tiere – keine Reithalle“, versichert sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Außenbereich gesetzlich vorgeschrieben

Für derartige landwirtschaftliche Betriebe sei es gesetzlich vorgeschrieben, im Außenbereich zu bauen. „Das haben wir nicht so entschieden, wir hatten gar keine andere Wahl“, sagt Krumm, die bereits seit 15 Jahren Pferde züchtet.

„Die Wiesen wurden vorher auch über Hasloher Wege bewirtschaftet, es ändert sich im Grunde gar nichts“, so Krumm. Sie habe Verständnis dafür, dass sich die direkten Anwohner während der Bauzeit über die Lkw ärgerten, doch diese Zeit sei absehbar.

„Die Erschließung haben wir übrigens aus eigener Tasche bezahlt“, betont Krumm. Für sie sei außerdem auch sehr wichtig, dass die Anlage ein angenehmer Anblick werde.

„Wir wollen im Frühjahr einziehen und dann auch gern die Öffentlichkeit einladen, damit sich jeder selbst ein Bild von unserem Betrieb machen kann“, so die Züchterin. Sie hofft darauf, dass der Anblick ihrer edlen Pferde die Gemüter wieder beruhigen werde.

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