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Pinneberger Tageblatt

18. November 2017 | 11:28 Uhr

Hasloh: Kleine Kämpfer ganz groß

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Karate Am Wochenende fand in Hasloh das erste Nachwuchs-Turnier des TuS statt, an dem elf Vereine teilnahmen

von
erstellt am 23.Mai.2017 | 16:00 Uhr

„Heute Morgen hatte ich schon ein bisschen Angst“, sagten Paulina (8), Lara Marie und Johanna (beide 7) am Sonnabend übereinstimmend, nachdem am Nachmittag die Siegerehrungen des ersten Nachwuchskarateturniers des Turn- und Sportvereins Hasloh (TuS) zu Ende gingen. Die drei Mädchen sind Karatekas im Shotokan-Dojo des TuS und Trägerinnen des Gelbgurts. Am Morgen waren sie in der Kategorie ‚Kata‘, einer Einzelvorführung eines Kampfes gegen einen imaginären Gegner, gegeneinander angetreten. Die Drei zeigten den Kampfrichtern ihre Kata, die „Heian Shodan“.

„Die Eltern können zu Recht sehr stolz auf ihre Kinder sein. Es gehört schon Mut dazu, vor fremden Menschen etwas vorzuführen und dann noch dafür bewertet zu werden“, sagte Helmut Thätz (kleines Foto), TuS Trainer und Träger des 5. Dan. Thätz muss es wissen: Er hat bereits 1968 mit dem Karatesport angefangen, war jahrelang im deutschen Bundeskader, außerdem mehrfacher Hamburger sowie Norddeutscher Meister. Seit 37 Jahren ist er internationaler Kampfrichter. Seine Schüler hat er mit folgenden Worten auf den Wettkampf vorbereitet: „Wenn Ihr Euer Bestes gebt, habt Ihr schon gewonnen. Es ist nicht negativ, wenn man mal verliert.“ Für Thätz ist Karate eine gute Vorbereitung aufs Leben. Bewertet zu werden, selbst wenn andere besser seien, hätte keine existenziellen Folgen für Kinder und nehme ihnen die Angst vor künftigen Prüfungssituationen. Außerdem sei ein solcher Wettkampf eine abwechslungsreiche Alternative, um nicht immer nur zu trainieren.

Die Resonanz der Eltern war dementsprechend positiv. „Viele waren begeistert, die Entwicklung ihrer Kinder so mitzuerleben, insbesondere die Stärkung des Selbstbewusstseins“, freute sich Thätz über die Reaktionen. Auch Erwachsene hatten mit Lampenfieber zu kämpfen: Thomas Bockmann (42), der erst vor vier Jahren mit dem Karatesport angefangen hat und bereits Träger des ersten blauen Gürtels ist, sagte: „Ich war eigentlich ganz ruhig, aber kurz vorher war ich dann doch aufgeregt.“ Wie für viele Kinder, war es auch Bockmanns erstes Turnier.

Bereits im Vorfeld hatten sich elf Vereine aus Hamburg, Hannover, Hunteburg, Isenbüttel, Lieth, Neumünster, Rendsburg und Schneverdingen mit insgesamt 78 Karatekas ab sechs Jahren angemeldet. Gestartet wurde beim Turnier in den Kategorien Kata Einzel, Kata Team und ab zehn Jahren im Freikampf „Kumite“. Am Ende erhielten alle Teilnehmer eine Urkunde und die Erst- bis Drittplatzierten einen Pokal. In der Mannschaftswertung siegte Turnverein Jahn Schneverdingen vor Zanshin Do Hannover und Sportvereinigung Polizei Veddel.

Der TuS hatte sich als Gastgeber aus der Wertung herausgenommen, hätte punktemäßig jedoch Silber erreicht. Wer durch das Nachwuchsturnier Lust auf Karate bekommen hat, kann an einem kostenlosen Schnuppertraining teilnehmen. Informationen hierzu gibt es direkt beim TuS Hasloh unter Telefon (0  41  06) 6  83  37 und per
E-Mail an die Adresse
tus-hasloh@gmx.de.

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