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Nächste Woche : Hasloh bringt die ersten Flüchtlinge unter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erste Wohnung in der Ladestraße ist Ende nächster Woche bezugsfertig. Weitere 20 Plätze sollen ab Februar verfügbar sein.

Hasloh | Seit fast einem Jahr sucht die Gemeinde Hasloh händeringend nach Wohnraum für die der Gemeinde zugeordneten Asylbewerber. Derzeit sind 41 Personen in pensionsähnlichen Unterkünften außerhalb des Dorfs untergebracht. Das ändert sich jetzt: Ende nächster Woche können maximal vier Flüchtlinge in die ehemaligen Räume der Villa Kunterbunt in der Ladestraße einziehen. Die gab die Sozialausschussvorsitzende Anne Worthmann während der jüngsten Sitzung des Gremiums bekannt. Einer Nutzung des oberen Stockwerks in dem Gebäude erteilte Christopher Glatzer von der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft indes im weiteren Verlauf der Sitzung eine Absage: „Das ist unwirtschaftlich“, teilte er dem Gremium kurz und bündig mit.

„Des Weiteren steht ab 1. Februar eine Doppelhaushälfte zur Verfügung, dort können zwölf Personen untergebracht werden“, berichtete Worthmann weiter. Die Räume, die im Gemeindehaus am Mittelweg hergerichtet werden sollen, seien voraussichtlich Mitte Januar für bis zu acht Schutzsuchende bezugsfertig. „Diese Räume könnten von alleinstehenden Frauen und Müttern genutzt werden“, schlug Worthmann vor.

Im Pastorat schließlich könnten weitere 20 Flüchtlinge eine Bleibe finden – allerdings erst nachdem dort saniert und umgebaut worden sei. „Wir suchen derzeit nach einem Planer und wollen zum Jahresbeginn starten“, sagte Glatzer. „Der Zuschuss von 23.000 Euro für diese Maßnahme bleibt uns erhalten, die Frist wurde bis Mai verlängert“, gab Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) bekannt.

Doch damit ist bis spätestens Mai lediglich die Anzahl von Personen untergebracht, die bereits jetzt Hasloh zugeordnet ist. „Wir werden bis Mai noch mehr Personen hier haben – was wird noch gemacht?“, wollte Kay Löhr (FDP) wissen. Bürgermeister Brummund stimmte zwar zu, dass es sicher sei, dass noch mehr Menschen Zuflucht suchten, setzte aber seine Hoffnung darauf, dass doch noch Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. „Wenn die ersten sich hier eingelebt haben, kommt eventuell doch noch etwas in Gang, so dass Vermieter bereit sind, an uns zu vermieten“, sagte er.

Die Ausschussvorsitzende sah das nicht so: „Es kann kein Fehler sein, jetzt schon zu entscheiden, ob wir beispielsweise Container oder Holzhäuser wollen, es wäre ein grober Fehler, nicht noch zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.“ Matthias Guckel (CDU) stellte fest, dass es nicht falsch sein könne, einen Plan zu haben. „Die Verwaltung braucht einen klaren Auftrag, eine Vorgabe der Richtung“, mahnte auch Glatzer. „Wir haben die Vorgehensweise hinsichtlich des Vergabe-, Bauordnungs- und Planungsrechts bereits von der Verwaltung prüfen lassen – das Gelände am Alwin-Brandt-Stieg ist geeignet und eine freihändige Vergabe möglich“, konkretisierte Löhr seine Vorschläge. Dagegen sprach sich Brummund aus, da diese Fläche zum zweiten Bauabschnitt der Neuen Mitte gehöre.

Marie-Christin Lassé (FDP) schlug vor, eine Empfehlung an den Bauausschuss bezüglich der Anzahl der zu schaffenden Plätze auszusprechen. Guckel pflichtete ihr bei, da die Klärung des Standortes und die Auswahl der Varianten Sache des Bauausschusses sei. Auf Vorschlag der Vorsitzenden empfahlen die Mitglieder einstimmig, Wohnraum für weitere 50 Personen zu planen.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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