Bau- und Wegeausschuss : Hasloh: 120.000 Euro für Kita-Sanierung

Das Gebäude am Mittelweg wird benötigt, um eine Kindergartengruppe zu beherbergen.

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15. Juli 2015, 10:00 Uhr

Hasloh | Gegen die Stimmen der CDU und FDP empfahl der Hasloher Bau- und Wegeausschuss am Montagabend der Gemeindevertretung, für die ehemalige evangelische Kindertagesstätte am Mittelweg 120.000 Euro zu investieren. Die Entscheidung darüber fällt Mittwochabend in einer außerordentlichen Sitzung des Gemeinderats (19.30 Uhr, Schulungsraum der Feuerwehr, Kieler Straße 38, Eingang hinten).

Benötigt wird das Gebäude, um ab Mitte September für ein Jahr eine zusätzliche Kindergartengruppe in einem der Räume unterzubringen. Der Empfehlung des Bauausschusses war eine Debatte vorangegangen, die die verschiedenen Varianten der Lösung des Problems beleuchtete. Und die Kosten für die Maßnahme zunächst infrage stellte.

Doch dem Ansinnen, einzelne Posten, wie etwa Malerarbeiten oder das Verlegen von Teppichboden in Eigenleistung auszuführen, erteilte Helge Maurer, Fachbereichsleiter der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft, eine klare Absage: „Es ist ohnehin zeitlich sehr eng, überhaupt noch Handwerker zu bekommen – wenn jetzt angefangen wird, über einzelne Posten zu debattieren, gebe ich das Projekt ab.“

Auch auf einen Kompromiss, die geforderten Umbauten und Renovierungen, zum Beispiel den Einbau eines barrierefreien WCs oder die Erneuerung von Elektro-Kabeln, schrittweise auszuführen, ließ sich Maurer nicht ein. „Ich habe die Bauaufsicht noch nie so entschlossen gesehen“, betonte Maurer. Schützenhilfe bekam er von Kay Löhr (FDP), der betonte, dass aus den Anforderungen hervorgehe, dass „die angeforderten Maßnahmen vollumfänglich durchzuführen sind“.

Die von Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) ins Spiel gebrachte Container-Lösung als Alternative bezeichnete er selbst als „großes Wagnis“. Insbesondere die pünktliche Realisierung sei bei der derzeitigen Nachfrage nicht gewährleistet.

Als weitere Möglichkeit berichtete die Sozialausschussvorsitzende Anne Worthmann (CDU) vom Angebot des evangelischen Kita-Werks, die komplette Gruppe in einer Einrichtung in Schnelsen unterzubringen, die Kapazitäten frei habe. „Parallel dazu haben wir eine Abfrage gestartet, welche Kitas in der Umgebung freie Plätze haben“, berichtete Worthmann.

Für Michaela Werner, Leiterin des evangelischen Kindergartens in Hasloh stand indes die Planungssicherheit an erster Stelle. „Wir brauchen verbindliche Informationen, Klarheit und Verlässlichkeit – und zwar bis Donnerstagmorgen, denn dann beginnen die Ferien“, mahnte Werner.

Nach einer Sitzungsunterbrechung, in der die Fraktionen sich berieten, rief der Vorsitzende Thomas Krohn (CDU) zur Abstimmung auf. Sowohl die Ausgabe von 120.000 Euro als auch die Ausschreibung der erforderlichen Gewerke erhielten jeweils fünf Ja- und vier Nein-Stimmen.

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