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Pinneberger Tageblatt

24. September 2017 | 17:59 Uhr

Harmonisches und ländliches Wohnprojekt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

AUsschuss Hofbebauung In de Masch zur Debatte

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2017 | 16:32 Uhr

Als Beate Harder sich vor dem Stadtentwicklungsausschuss positionierte, wollte sie den Schenefelder Politikern nicht nur ein Bauprojekt, sondern eine Herzensangelegenheit vorstellen: Die Harders haben das Glück, ein gut gelegenes Grundstück in Schenefeld zu besitzen – fast 5500 Quadratmeter, in de Masch.

Noch gibt es auf dem Harderschen Hof Wohnungen und Gewerbe, aber langsam aber sicher bröckelt der Putz: „Wir wohnen sehr gerne auf unserem Hof. Mein Mann Claus ist dort aufgewachsen. Aber man kann die Häuser einfach nicht wirtschaftlich erhalten. Die Substanz ist hin“, erläutert Harder.

Gemeinsam mit Projektentwickler Michael Wörle ist die Idee für ein auf die Zukunft ausgerichtetes Wohnprojekt gereift: Auf dem Hof soll neu gebaut werden, aber nur als harmonisches Ensemble und mit ländlichem Charakter. Harder: „Wir wollen nicht anonym bauen. Es soll ein Wohnprojekt werden, in dem sich die Nachbarschaft miteinander wohlfühlt. Und wir möchten selbst dort leben.“ Wörle ergänzt: „Zumindest die Hoffassade sollte erhalten bleiben, aber das wird mit dem maroden Material nun nichts.“

Deshalb solle jetzt in Ziegelbauweise eine Art norddeutscher Hof in U-Bebauung entstehen. Die Vision: Eine Tiefgarage kommt unter die Erde, ein öffentlich begehbarer Park oben drüber, die schönen alten Bäume sollen fast alle erhalten bleiben und ein Café wäre auch gewollt. Ein Liebhaber-Objekt, zweigeschossig, mit 2700 Quadratmetern Wohnfläche und Wohnungen ab 45 Quadratmetern – geeignet für Alt und Jung, Familien und Menschen mit Behinderung.

Wörle zeigt die Idee anhand eines Modells aus Papier, woraufhin Ausschussmitglied Hartwig Hüllen (OfS) reagiert: „Was Sie uns hier zeigen, ist eine Architektursprache, die vor 80 Jahren gang und gäbe war. Das Wiederaufgreifen der dörflichen Bauweise finde ich nicht geglückt. Das ist meine persönliche Meinung als Architekt.“ Er wolle das Projekt lieber über einen Bebauungsplan abwickeln, „damit wir bezüglich der Architektur Einfluss nehmen können.“

Ausschussvorsitzender Mathias Schmitz findet die Ensemble-Idee spannend und baut darauf, dass sich vieles im Dialog mit Investoren und Architekten klären wird: „Wir schicken das Projekt zum Besprechen in die Fraktionen. Geben wir dem Ganzen Zeit und Luft.“ Familie Harder und Wörle setzen auf gute Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung. Und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) betrachtet es pragmatisch: „Das Ehepaar Harder möchte selbst dort wohnen. Dann werden sie es schon gut machen.“

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