Anstoß – Die HSV-Kolumne : Hannes Wolf ist eine gute Trainerwahl

Kolumnist Lars Zimmermann.

Kolumnist Lars Zimmermann.

Das erste Spiel nach dem Trainerwechsel: Unser Kolumnist über den neuen HSV.

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28. Oktober 2018, 10:00 Uhr

Hamburg | Die Fans liebten ihn, die Spieler lobten ihn und er sorgte dafür, dass nach dem Abstieg Aufbruchstimmung herrschte. Dennoch musste Trainer Christian Titz gehen. Der Rausschmiss des Coaches ist bedauerlich, da er ein echter Sympathieträger war. Und von denen hat der HSV nun wirklich nicht allzu viele. Doch trotz allem ist seine Entlassung nachvollziehbar. Titz hielt stur an seinem Konzept fest, obwohl dieses nicht mehr funktionierte.

Ob Hannes Wolf der richtige Nachfolger ist, lässt sich nach einem Spiel natürlich noch nicht sagen. Auf den ersten Blick scheint er eine gute Wahl sein. Wolf hat Stuttgart in die Bundesliga geführt und vorher bei Borussia Dortmund mit Deutschlands besten Trainern Jürgen Klopp und Thomas Tuchel zusammengearbeitet.

Es gibt wahrlich schlechtere Referenzen und Wolf gilt deshalb als eines von Deutschlands größten Trainertalenten. Er gehört zur Generation Nagelsmann und Tedesco. Genau wie sie verbindet er großes Fachwissen mit selbstbewusstem und sympathischem Auftreten. So überzeugte Wolf auch als ARD-Experte bei der Fußball-Weltmeisterschaft.

Sollte er allerdings scheitern, geraten HSV-Boss Bernd Hoffmann und Sportchef Ralf Becker in Erklärungsnot. Beide haben keine Angst vor unpopulären Entscheidungen, sind enorm machtbewusst und bei Bedarf auch rücksichtslos. Mit Ex-Nachwuchschef Bernhard Peters und Titz wurden innerhalb von wenigen Wochen gleich zwei Mitarbeiter entlassen, die sich durchaus ihre Verdienste erworben haben. Trotz allem war es schon seit Monaten ein offenes Geheimnis, dass Hoffmann und Becker nur auf die passende Gelegenheit warteten, sie los zu werden.

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