Handwerker suchen Verstärkung

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Arbeitslosenquote sinkt von 5,9 auf 5,7 Prozent / Auch ältere Bewerber haben derzeit bessere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

shz.de von
02. April 2014, 06:00 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg ist im März weiter gesunken. 9429 Menschen waren demnach arbeitslos. Im Vergleich zum Februar waren das 314 weniger. Die Arbeitslosenquote ist von 5,9 auf 5,7 Prozent zurückgegangen. Das teilte die Agentur für Arbeit mit.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl allerdings gestiegen, wenn auch nicht sehr stark: 385 Personen mehr oder 4,3 Prozent sind von der Erwerbslosigkeit betroffen.

„Nach dem milden Winter hat sich der Arbeitsmarkt im März weiter positiv entwickelt“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Der Abbau der winterlichen Saisonarbeitslosigkeit werde sich in den nächsten Wochen noch fortsetzen. Ob Baugewerbe, Gastronomie oder Handwerk – der Bedarf an Arbeitskräften sei in vielen Branchen da. „Betriebe, die Einstellungen planen, sollten ihre offenen Stellen dem Arbeitgeber-Service melden. Derzeit können wir noch viele gute Bewerber vermitteln.“

Gute Nachrichten gebe es für den Ausbildungsmarkt: Das Verhältnis von gemeldeten Stellen und Bewerbern sei recht ausgeglichen. Jugendliche fänden nach Angaben der Agentur noch viele interessante Ausbildungsangebote.

„Es lohnt sich, nach Alternativen zum Wunschberuf zu schauen“, riet Kenntemich. „Oft gibt es interessante Ausbildungsberufe mit ähnlichen Tätigkeiten und Voraussetzungen, die aber bessere Chancen bei der Ausbildungsplatzsuche bieten.“ Einen Überblick über das Angebot erhalten Jugendliche und ihre Eltern auf den Ausbildungsplatzbörsen am Mittwoch, 9. April, von 13 bis 16.30 Uhr in der Arbeitsagentur am Bauerweg 23 in Elmshorn.


Jugendliche nutzen Beratungsangebot


Immer mehr Jugendliche lassen sich indes in Berufsfragen beraten. Seit Oktober 2013 meldeten sich 1402 Ausbildungsbewerber. Das sind 151 mehr als im Vorjahreszeitraum. 899 Jugendliche waren im März auf Ausbildungssuche.

Kenntemich betonte, dass durch die gute Entwicklung auch ältere Bewerber bessere Chancen hätten. Er rate auch ungelernten Erwachsenen zu einer Ausbildung, da die Verdienstchancen wesentlich besser seien. Fachkräfte verdienten laut Agentur in ihrem Erwerbsleben 250 000 Euro mehr.

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