zur Navigation springen

Musical in Ellerbek : Hand in Hand Großes bewegen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf die Idee zur Geschichte waren sie und Uta Milde aufgrund der aktuellen Situation mit Flüchtlingen im Ort gekommen.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2016 | 12:00 Uhr

Ellerbek | „Gemeinsam sind wir stark“ – das war die Botschaft, die beim diesjährigen Musical der Musiki-AG in der Turnhalle der HermannLöns-Schule Ellerbek im Mittelpunkt stand. Denn beim „Ellervision-Song-Contest“ – so der Titel der beiden Aufführungen, die am Freitag und Sonnabend stattfanden – trafen sich die Tiere der Ellerbeker Lichtung, um mit ihren Liedern die Zauberblume zum Blühen zu bringen. „Die Blume öffnet sich nur einmal in 100 Jahren, und das auch nur, wenn ihr das richtige Lied vorgesungen wird“, erklärte Ruth Bednarski-Köller, die die Musiki-AG mit Kindern aus der ersten bis vierten Klasse seit Jahren leitet.

Auf die Idee zur Geschichte waren sie und Uta Milde aufgrund der aktuellen Situation mit Flüchtlingen im Ort gekommen. „Wir wollten mit dem Stück zeigen, dass es okay ist, wenn alle Menschen unterschiedlich sind – und dass ein Miteinander uns vorwärts bringt.“

Geübt hatten die rund 70 Kinder bereits seit Februar dieses Jahres. Bekannte Melodien wie „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Puttin’ on the Ritz“ hatte Milde umgetextet und so auf die kleinen Sänger zugeschnitten. Begleitet wurden sie dabei von Silke Struck am Klavier. „Wir wollen die Kinder beschützt an die Bühne heranführen“, so Bednarski-Köller, „damit sie sich dort sicher fühlen.“

Auf einer wunderbar von der zweiten Klasse gestalteten und von Mark Hypko aufgebauten Bühne trafen sich so nicht nur Frösche und Zebras, sondern auch Schlangen, Affen und Feuerameisen zum musikalischen Duell – liebevoll kostümiert von Christine Hypko, Melanie Priebe und Kerstin Tramsen. Zunächst einzeln trugen die Tiere ihre Lieder vor – doch die Zauberblume öffnete sich auch beim letzten Vortrag nicht. Die Idee der Tiere: „Lasst es uns zusammen versuchen.“ Gesagt, getan – mit einem gemeinsamen Kanon aus allen Liedern schließlich schafften sie es, dass die wundersame Blume ihre Blüten doch noch öffnete und die gesamte Turnhalle in magisches Licht tauchte – professionell arrangiert von Jörg Ullrich.

„Auch drei syrische Asylbewerber haben fleißig mit angepackt“, freute sich Bednarski-Köller. Ein gemeinsames Projekt mit einer verbindenden Botschaft – so brachte die Musiki-AG auch außerhalb der Bühne ihre eigene kleine Zauberblume zum Blühen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen