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Brekkekekex : Hamburger Theater-Duo begeistert in Peter-Lunding-Schule

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Künstler nehmen die Kinder mit auf eine musikalisch untermalte Erzählreise in die Welt der Fantasie.

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 16:15 Uhr

Hasloh | „Gibt es die ‚Souzeraine‘ in echt?“ Das war eine von vielen Fragen, die die Grundschulkinder der Hasloher Peter-Lunding-Schule dem Schauspiel-Duo Brekkekekex nach der Aufführung von Wilhelm Hauffs Märchen „Zwergnase“ stellten. Mit „Souzeraine“ war die Fleischpastete, die als die Königin aller Speisen gelte und vom Koch für den Herzog zubereitet werden sollte, gemeint. Der Cellist und Schauspieler Uwe Schade beantwortete sie lachend: „Ja klar. Wir essen sie mindestens einmal pro Woche.“

Schade war mit Frank Puchalla in die Hasloher Schule anlässlich ihres ‚besonderen Tages‘ gekommen, den es immer direkt nach den Halbjahreszeugnissen gibt. Dieses Jahr stand das Theater Brekkekekex auf dem Programm. „Wir wenden uns an Kinder und ihre Eltern. Es muss für beide ein Theatererlebnis werden und nicht, dass die begleitenden Erwachsenen am Ende denken ‚naja das war ja ganz nett zum Zeitvertreib für die Kinder‘“, so Schade. In Hasloh dachten das weder die Lehrerinnen noch ihre rund 120 Schüler.

Die beiden Vollblutkünstler nahmen sie mit auf eine musikalisch untermalte Erzählreise in die Welt der Fantasie. Gerade einmal mit vier Requisiten – einem Hocker, einem Stuhl, einer großen Stoffserviette und einer langen Nase – gelang es Schade und Puchalla, den Kindern das 1826 entstandene Märchen vom „auf Kräutern verzauberten“ Jakob zum Leben zu erwecken. Puchalla wurde mal mit der Stoffserviette als Kopftuch gebunden zu Jakobs Mutter, die Kohlköpfe verkaufte, dann .zur Handpuppe „Mimi Wetterbock“, einer verzauberten Gans. Der Musiker verwandelte sich indes nach dem Einatmen des Kräutleins Niesmitlust in Zwergnase, der den Herzog und dessen französischen Gast fürstlich bekochte, ohne dabei auch nur einen Topf in die Hand zu nehmen.

Seinen außergewöhnlichen Namen erhielt das Theater Brekkekekex von dem jungen Krötenmännchen, das in Hans Christian Andersens Märchen das gleichnamige Däumelinchen heiraten sollte und kein anderes Wort sprach als „Brekkekekex“. Die Produktionen des 1995 in Hamburg gegründeten Theaters werden durch die Hilfe der Hamburgischen Kulturförderung und anderer Stiftungen realisiert, da Brekkekekex weder über eine eigene Spielstätte noch über einen festen Etat verfügt.

„Wie ist das, wenn man zu zweit Theater machen muss?“ Diese Frage kam nach der Vorstellung aus dem jungen Publikum. „Wie ihr seht, kann man selbst ohne Kostüme, mit viel Fantasie und großen Verwandlungsmöglichkeiten solche Geschichten erzählen, obwohl es im Theater ja etwas schwierig ist zu kochen“, so Puchalla. Die beiden Theaterdarsteller freuten sich über das Interview und beantworteten die Fragen humorvoll und geduldig. Zum Abschluss versprachen sie jeder der sechs Klassen ein Plakat mit Autogrammen. Schulleiterin Julia Fietz war zufrieden, mit ihrer Wahl genau richtig gelegen zu haben.

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