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Schokogelände : Hamburger Investor macht allein weiter

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Lorenz und Partner kaufen den Johannitern das Areal ab.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Quickborn | Ein großes Schild steht auf dem Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik. Dort sucht ein Makler nach Interessenten für Teilflächen des zwölf Hektar großen Grundstücks. Beauftragt wurde er von dem Hamburger Investor Lorenz und Partner. Ursprünglich hatten die Hanseaten das Areal gemeinsam mit den Johannitern gekauft. Dort sollten eine Privatschule und eine Anlage für betreutes Wohnen entstehen. In Pinneberg hat der Hamburger Investor bereits eine Anlage gebaut, die große Resonanz findet. Die Johanniter verabschiedeten sich im Dezember 2013 jedoch von ihren Plänen (diese Zeitung berichtete).

Doch jetzt steht fest: „Wir haben den Johannitern ihren Teil der Fläche abgekauft. Sie ist in unserem alleinigen Besitz“, sagte gestern Geschäftsführer Frank Lorenz auf Anfrage dieser Zeitung. Man wolle weiterhin daran festhalten, dort Gewerbe- und Wohnflächen zu entwickeln. „Das können auch Büroräume sein“, sagte Lorenz.

Ob man am betreuten Wohnen auf dem Areal zwischen der AKN-Trasse, Feldbehnstraße und Justus-von-Liebig-Ring festhalten werde, entscheidet sich in den nächsten Monaten. „Das muss neu entwickelt werden“, sagte Lorenz. Danach muss auch noch ein neuer B-Plan auf den Weg gebracht werden. „Das kann etwa ein Jahr dauern“, erläuterte Lorenz. Eine Abrissgenehmigung der alten Liegenschaften liege dem Investor jedoch vor. Über den Rückzug der Johanniter wollte sich Lorenz nicht äußern.

Deutliche Worte kommen von Jörn Kruse (CDU), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung: „Jetzt steht wieder alles auf null. Wir haben sehr viel Zeit investiert“, sagte er. Er hätte sich schon früher, beispielsweise vor einem Jahr, eine klare Entscheidung der Johanniter gewünscht.

Der ursprüngliche Beschluss geht von einer Kombination von Arbeit und Wohnen auf dem Gelände aus. „Es hat keinen Sinn, das jetzt zu ändern oder anzupassen. Es ist eine unbefriedigende Situation“, sagte Kruse.

Chronik eines gescheiterten Projekts

Dezember 2011

Die Johanniter kaufen das ehemalige Schokoladenfabrikgelände zusammen mit dem Hamburger Investor Lorenz und Partner. Geplant sind eine Schule und betreutes Wohnen.

März 2013

Die Johanniter kippen aus Kostengründen Neubaupläne für eine große Privatschule mit gymnasialer Oberstufe.

April 2013

Die Johanniter halten sich die Option offen, eine kleinere Schule auf dem Gelände der ehemaligen Schokofabrik zu bauen.

Dezember 2013

Die Johanniter wollen nicht mehr auf dem Gelände bauen.

Januar 2014

Die Johanniter-Eltern würden gern in Hasloh Privatschule bauen lassen. Auch in Quickborn wird weiterhin nach Flächen gesucht.

 
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