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Auf Platz drei gesummt : Halstenbek verpasst den Titel „Bienenfreundlichste Kommune Schleswig-Holsteins“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir sind sehr zufrieden“, betonte Halstenbeks Umweltbeauftragter Rodion Wohlleben. Das sei eine sehr gute Platzierung.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 14:15 Uhr

Halstenbek | Halstenbeks Umweltbeauftragter Rodion Wohlleben war gestern Nachmittag natürlich persönlich in Kiel. Schließlich hatte die Baumschulgemeinde die Chance, „Bienenfreundlichste Kommune Schleswig-Holsteins“ zu werden. Doch das hat nicht geklappt. Halstenbek summte sich in der Kategorie „Gemeinde“ am Ende auf den dritten Platz. Doch von Enttäuschung keine Spur. „Wir sind sehr zufrieden“, betonte Wohlleben gestern. Das sei eine sehr gute Platzierung. Halstenbek sei bienenfreundlich und setze in diesem Punkt auch auf Nachhaltigkeit. „Wir haben das Patenschaftsprojekt für Grünflächen auf den Weg gebracht und bereits rund um den Krupunder See viele insektenfreundliche Pflanzen.“ Der Umweltbeauftragte will das Bewusstsein für die Wildbienen schärfen und „auch ein bisschen Wildheit“ in die Gemeinde bringen. So werde das Straßenbegleitgrün erst ab dem 15. Juli gemäht.

Zum Sieger bei den Gemeinden kürte die Jury Ratekau aus dem Kreis Ostholstein. Bei den Städten siegte Preetz. Die zweiten Plätze sind jeweils doppelt besetzt – und zwar mit den Städten Lübeck und Bad Schwartau sowie den Gemeinden Ruhwinkel – Kreis Plön – und Timmendorfer Strand im Kreis Ostholstein. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) gratulierte den Preisträgern.

In dem landesweiten Wettbewerb hatte der BUND Dörfer und Städte gesucht, die ihr Potenzial zur Förderung von Bienen und anderen Insekten im Siedlungsraum nutzen. Halstenbek schaffte den Sprung in die Endrunde. Die Nachbarstadt Schenefeld nicht.

„Die zwei Siegerkommunen Preetz und Ratekau haben die Nase um eine Flügelbreite vorne, da sie neben einer Vielfalt an kommunalen Aktivitäten rund um Wild- und Honigbienen mit ihrer langjährigen strategischen Arbeit für Kontinuität im Bienen- und Artenschutz sorgen“, sagte Carl-Heinz Christiansen, stellvertretender Landesvorsitzender des BUND Schleswig-Holstein.

Die Jury hatte bei der Bewertung der Teilnehmerbeiträge darauf geachtet, wie die Kommunen mit vorhandenen natürlichen Wildbienen-Lebensräumen umgehen, ob Nist- und Nahrungsplätze geschaffen werden und ob bei der Anlage und Pflege von öffentlichen Flächen die Bedürfnisse von Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten beachtet werden. „Wildbienen zählen zu einer der am meisten gefährdeten Tiergruppen in Schleswig-Holstein“, sagte Projektleiterin Birte Pankau. Ende April war die Fachjury auch in Halstenbek zu Gast, um sich direkt vor Ort über das Bienen-Engagement zu informieren. Als Preis haben alle sechs platzierten Kommunen eine Urkunde, eine Plakette und ein Bienenhotel sowie eine bienenfreundliche Winter-Linde – den Baum des Jahres 2016 – erhalten.

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