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Fußball-Oberliga : Halstenbek-Rellingen verspielt den Sieg gegen Buchholz in der Nachspielzeit

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Stich mitten ins Herz: HR kassiert gegen Buchholz in der Nachspielzeit das 1:1 durch Torwart Tizte.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2015 | 16:37 Uhr

Halstenbek | Es ist eine Geschichte, wie sie nur der Fußball schreibt. Es lief die 92. Minute, Oberligist Halstenbek-Rellingen führte zu diesem Zeitpunkt hochverdient gegen den TSV Buchholz mit 1:0 und der Unparteiische Jan-Erik Sternke hatte die Pfeife bereits im Mund. Nach einem Zweikampf zwischen HR-Verteidiger Vincent Ermisch und Alexander Bowmann ertönte der Pfiff des Schiedsrichters. Anstelle des Schlusspfiffs entschied Sternke auf Freistoß für Buchholz und das Desaster aus HR-Sicht nahm seinen Lauf. Buchholz-Keeper Henrik Titze schnappte sich das Leder, nahm Maß und zirkelte den Ball über die Mauer. HR-Schlussmann Adrian Matthäi bekam nur noch die Fingerspitzen dran und das Leder zappelte in den Maschen. Entsetzen, Frust und Fassungslosigkeit standen den HR-Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben.

„Ich bin maßlos verärgert. Wir haben es verpasst, den Deckel drauf zu machen. Wir hätten sechs Tore machen müssen“, so HR-Trainer Thomas Bliemeister, der in seiner Rage auch den Unparteiischen ins Visier nahm. „Ich hatte das Gefühl, er wollte Buchholz den Punkt schenken“, so der Coach vielsagend. Die Spielführung des Gespanns ließ zeitweise durchaus die nötige Souveränität vermissen, allerdings muss sich HR einzig und allein an die eigene Nase fassen. Nach dem frühen Führungstreffer durch Angreifer Jan-Marc Schneider (9.) hatten die Hausherren das Geschehen im Griff und erspielten sich etliche Hochkaräter, wie in der 43. Minute, als Schneider nach Flanke von Timo Wieckhoff am glänzend reagierenden Titze scheiterte.

Im zweiten Durchgang blieb der Tabellenvierte am Drücker, allerdings mangelte es weiter an der Chancenverwertung. Besonders der eingewechselte Serhat Ercek entwickelte sich dabei zur tragischen Figur. Nach einer Flanke von Julian Mentz schlug Ercek freistehend über den Ball (86.) und nur vier Minuten später beförderte der Linksfuß nach einem feinen Zuspiel von Schneider das Leder aus aussichtsreicher Position etliche Meter über den Kasten.

„Wenn sich das nicht noch rächt“, hallte es durch die Reihen der Zuschauer. Die Befürchtung der Fans sollte sich nur zwei Minuten später bewahrheiten, als Torhüter Titze, der ansonsten für seine Treffsicherheit vom Elfmeterpunkt bekannt ist und bereits sechs Saisontreffer auf dem Konto hat, den Gastgeber mitten ins Herz traf.

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