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Unterbringung von Flüchtlingen : Halstenbek: Mobilheime mit Bullerbü-Charme

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Halstenbek lädt zum „Tag der offenen Tür“ ein. Zurzeit sind 240 Flüchtlinge vor Ort. Weitere Zuweisungen werden erwartet.

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erstellt am 10.Jun.2016 | 12:15 Uhr

Halstenbek | Rot statt weiß für die neuen sieben Mobilheime für Flüchtlinge am Ostereschweg – über die Farbwahl waren sich Susanne Dietrich, Leiterin des Ressorts Bürgerservice, und Gisela Sinz-König, die als Chefin des Ressorts Bauen und Umwelt die Fäden in der Hand hält, rasch einig. Am kommenden Montag werden die ersten 18 Asylbewerber – zwei Familien, die zurzeit an der Dockenhudener Chaussee untergebracht sind – einziehen. Ende Juni werden die letzten zwei Häuser auf der für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehenen Fläche aufgestellt. Die neue Heimat für etwa 42 Flüchtlinge.

Um den Anwohnern in Halstenbek die Häuser mit skandinavischem Flair zu zeigen, organisierte die Gemeindeverwaltung einen „Tag der offenen Tür“. Zwei Stunden lang nutzten Bürger die Chance, mit Vertretern der Verwaltung ins Gespräch zu kommen.

Interessiert wurden Details nachgefragt: Die fabrikneuen Häuser für jeweils bis zu sechs Personen sind voll möbliert. Mit einem kleinen Zimmer für jeden. Zwei kleine Badezimmer und ein gemeinsamer Wohn- und Essbereich soll das Leben erleichtern. Die Zwischenwände sind flexibel versetzbar.

Auf Privatsphäre wurde geachtet: Zwischen Friedhofsgelände und der neuen Anlage lässt die Gemeinde einen begrünten Wall als Abschirmung errichten. Die Ansaat für den grünen Innenstreifen zwischen den Mobilheimen erfolgt Ende Juni.

Die Bürgermeisterkandidaten Kirsten Sajitz (l.) und Claudius von Rüden (hinten, r.) trafen auf Amtsleiterin Susanne Dietrich.
Die Bürgermeisterkandidaten Kirsten Sajitz (l.) und Claudius von Rüden (hinten, r.) trafen auf Amtsleiterin Susanne Dietrich. Foto: Vogel
 

Auch die Prominenz ließ sich den öffentlichen Termin nicht entgehen: Vor Ort informierten sich Kirsten Sajitz (CDU) und Claudius von Rüden (SPD), bislang die einzigen öffentlich bekannten Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 11. September, über die Hintergründe. Und nutzten die Chance, ihrem auf Hochtouren laufenden Wahlkampf eine Nuance hinzuzufügen.

Für Amtsleiterin Dietrich steht fest: Im Moment sei die Gemeinde Halstenbek in Sachen Unterbringung von Flüchtlingen „ordentlich davor“. Derzeit seien der Gemeinde 240 Flüchtlinge zugewiesen. Es gäbe als Puffer 50 freie Plätze. Sie sei aber sicher, dass das Volumen der Unterbringung in diesem Jahr ausgeschöpft werde.

Skandinavien-Flair in Halstenbek: Auf der für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehenen Fläche stehen die sieben Mobilheime.
Skandinavien-Flair in Halstenbek: Auf der für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehenen Fläche stehen die sieben Mobilheime. Foto: Vogel
 

Fakt ist: Die Strategie der dezentralen Unterbringung werde beibehalten. Weitere größere Unterkünfte sind die neue Containeranlage Bickbargen (40 Plätze) und das ehemalige Jugendzentrum „A23“ am Neuen Weg mit 60 Plätzen.

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