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Das Sonntagsgespräch : „Halstenbek ist für meine Familie wie eine zweite Heimat“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute mit Stéphane Richer, dem Sportdirektor der Hamburg Freezers, über die erfolgreiche Saison.

Stéphane Richer arbeitet seit 2010 als Sportdirektor bei den Hamburg Freezers. Mit seiner Familie wohnt der 47-Jährige in Halstenbek. Im Sonntagsgespräch erklärt er, welche Chancen die Hamburger in dieser Saison in der Deutschen Eishockey Liga DEL haben und wieso so viele Freezers-Spieler in Halstenbek wohnen.


Wieso läuft es in dieser Saison bei den Freezers so gut?
Stéphane Richer: Ein Grund sind unsere beiden starken Torhüter. Sébastien Caron und Dimitrij Kotschnew geben der Mannschaft enorm viel Sicherheit. Dazu kommt, dass der Kader in der Breite sehr gut besetzt ist. Wir haben vier Reihen, die Tore erzielen können. Eine wichtige Rolle spielt auch die gute Stimmung im Team. Die Mentalität stimmt und alle verstehen sich gut. Das Team ist in den vergangenen Jahren zusammengewachsen.


Was ist in dieser Saison drin?
Richer: Sehr viel. Bisher hatten wir immer im Januar und Februar eine Schwächephase. Das ist diesmal offenbar nicht der Fall. Wir scheinen also aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt zu haben. Unser Ziel, unter die besten Sechs zu kommen und uns direkt für das Play-Off-Viertelfinale zu qualifizieren, dürften wir auf jeden Fall erreichen. Das hätten wir dann zum dritten Mal hintereinander geschafft. Und wer beständig oben dabei ist, spielt auch irgendwann um die Meisterschaft. Allerdings dürfen wir nie vergessen, dass in den Play Offs ganz schnell alles vorbei sein kann. Aus meiner Sicht haben acht Mannschaften Chancen auf den Titel.


Sie wohnen ebenso wie zahlreiche Spieler in Halstenbek. Wieso ist Halstenbek bei den Freezers so beliebt?
Richer: Ich war der erste, der nach Halstenbek gezogen ist. Meine Frau, meine Töchter und ich fühlen uns hier schon seit Jahren sehr wohl. Der Ort ist gerade für unsere ausländischen Spieler, die mit Familie nach Deutschland kommen, ideal. Die Umgebung mit viel Natur ist so, wie es sich die Spieler wünschen und wie sie es gewohnt sind. Auch die umliegenden Städte wie Pinneberg oder Wedel sind sehr attraktiv. Dazu kommt, dass der Weg zum Training mit S-Bahn oder Auto ganz schnell zurückgelegt werden kann.


Sind Sie in Halstenbek schon heimisch geworden?
Richer: Auf jeden Fall. Halstenbek ist für meine Familie wie eine zweite Heimat. Eine meiner Töchter hat gerade in einem Halstenbeker Hotel eine Ausbildung begonnen, die andere besucht das Wolfgang-Borchert-Gymnasium. Seit Sie 2010 nach Hamburg gekommen sind, geht es mitden Freezers kontinuierlich bergauf.

Was hat sich geändert?
Richer: Der Aufschwung ist Teamarbeit und allen Abteilungen zu verdanken. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass der Verein in der Stadt viel präsenter als früher ist. Ein Erfolgsrezept ist sicher, dass wir auf junge deutsche Spieler mit Qualität setzen, die sich mit dem Verein und der Stadt identifizieren. Das kommt bei den Fans gut an. Da unsere Leistungsträger wie David Wolf oder Jerome Flaake langfristige Verträge haben, ist Kontinuität gewährleistet. Deswegen brauchen wir für kommende Saison höchstens noch drei oder vier Neuzugänge und müssen nicht mehr wie vor einigen Jahren den kompletten Kader auswechseln.


Trainer Benoit Laporte hat noch keinen Vertrag. Machen Sie mit ihm weiter?
Richer: Wir wissen, was wir an ihm haben. Und das ist umgekehrt genauso. Wenn wir Erfolg haben, gibt es keinen Grund, irgendetwas zu ändern.


Die Nachwuchsarbeit soll weiter ausgebaut werden. Es ist auch eine Kooperation mit einzelnen Schulen angedacht. Wie ist da der Sachstand?
Richer: Dank unseres ehemaligen Torhüters Boris Rousson gehören unsere Nachwuchsteams zu den besten in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit einzelnen Schulen oder sogar der Bau eines Internats sind eher langfristige Projekte. Da könnte natürlich auch eine Kooperation mit Halstenbeker Schulen zum Thema werden.

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