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DLRG : „Hallenbadschließung ist vom Tisch“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erleichterung auf der Mitgliederversammlung der Pinneberger Lebensretter. Der zweite stellvertretende Bürgermeister versichert: Das Thema Hallenbadschließung ist endgültig vom Tisch.

Pinneberg | Herbert Hoffmann trug viele Hüte, als er sein Grußwort an die Mitgliederversammlung der Pinneberger Lebensretter richtete: Er sprach für die Stadt als zweiter stellvertretender Bürgermeister, für die Stadtwerke als Mitglied des Aufsichtsrates und natürlich für die SPD als seine Partei.

Mit umso größerer Erleichterung registrierte die Pinneberger DLRG-Gliederung seine Versicherung, dass das Thema Hallenbadschließung endgültig vom Tisch sei. „Machen Sie sich deswegen also keine Sorgen mehr“, gab er den fast 50 Versammlungsteilnehmern auf den Weg. Dasselbe unterstrichen auch die Vertreter von CDU und FDP.

Die beruhigende Nachricht wurde mit großem Beifall aufgenommen, denn im Hallenbad in der Burmeisterallee füllen DLRG-Ausbilder als Schwimmlehrer nicht nur die Vereinskasse, sondern sie rekrutieren mit ihrer Arbeit zugleich den Nachwuchs für ihre Organisation. Das machten die Jahresberichte deutlich.

656 Jugendliche und 457 Erwachsene zählten die Pinneberger am 31. Dezember in ihren Reihen, ein leichter Rückgang, wie er bereits seit Jahren zu beobachten sei, gab Schatzmeisterin Pia Schaller bekannt. Hierfür könne auch der demografische Wandel verantwortlich sein, mutmaßte sie.

Besser sah es auf den Konten aus. Im Berichtsjahr registrierte Schaller einen Überschuss von gut 2000 Euro. Nicht besonders viel bei einer Bilanzsumme von zirka 400.000 Euro. Aber schließlich musste der Verein im Jahr 2013 seine 60-Jahr-Feier wuppen.

Das Fest produzierte aber auch Einkünfte, wie Lutz Kallies hinzufügte. Allein an Spenden seien dabei etwa 7000 Euro eingegangen. Im Übrigen konzentrierte sich der Ortsvorsitzende auf die Aktivitäten der Lebensretter im vergangenen Jahr, vor allem auf den wichtigen Einsatz bei der Hochwasserbekämpfung in Lauenburg. Eine eindrucksvolle Fotodokumentation des Unglücks begleitete diesen Teil seiner Ausführungen.

Sein Rückblick auf die dramatischen Tage an der Elbe war zwiespältig. Einerseits sei es eine gute Erfahrung, einmal in der Praxis zu erleben, wozu gut ausgebildete Lebensretter befähigt sind, hob er hervor. Andererseits aber sei so ein Ernstfall ja natürlich immer auch eine Katastrophe für die Betroffenen. Für 2014 wünsche er sich ein ruhigeres Jahr.

Ehe die Versammlung auseinanderging, wurde Kallies vom DLRG-Kreisvorsitzenden Gerd Dittrich für seine „außergewöhnlichen Leistungen“ mit dem Verdienstabzeichen in Gold ausgezeichnet. Dirk Schellhorn nahm aus der Hand vom technischen Leiter Oliver Quak das Verdienstabzeichen in Silber in Empfang. Zahlreiche weitere Mitglieder wurden für langjährige Zugehörigkeit geehrt, unter ihnen auch Wilfried Lippmann, der bereits seit 60 Jahren dabei ist.

Den Anstoß zur Gründung einer Gesellschaft mit der Verantwortung für die Wasserrettung gab das große Unglück am 28. Juli 1912 an der Seebrücke des Ostseebades Binz auf Rügen. Dort brach eine Brücke unter der Last der Menschen zusammen und riss 17 Menschen mit in den Tod. Es blieb die Erkenntnis, dass viele Menschen nicht schwimmen konnten, und noch weniger in der Lage waren, andere Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dort entwickelte sich die  Idee.1913 wurde in Leipzig die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft gegründet. (tap)
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erstellt am 09.Mai.2014 | 11:45 Uhr

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