Hallenbad: Preise rauf, seltener offen

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18. Januar 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Wer in Pinneberg schwimmen will, muss seit Anfang Januar tiefer in die Tasche greifen. Die Stadtwerke, die das Hallenbad an der Burmeisterallee betreiben, haben kräftig an der Preisschraube gedreht. Um satte 25 Prozent wurde der Eintritt erhöht. Erwachsene zahlen statt 4,40 Euro jetzt 5,50 Euro. Verordnet hatte das der Aufsichtsrat der Stadtwerke. Ziel ist die Rettung des hochdefizitären Bads. Von dem jährlichen Minus, das bei etwa 1,3 Millionen Euro liegt, sollen auf Sicht 250 000 Euro abgeknapst werden.

Die Preiserhöhung ist nicht die einzige Kröte, die Wasserratten schlucken müssen. Bislang glänzte das Pinneberger Bad mit Dauerbetrieb. Feiertage, Wochen mit wenig Nutzern - geöffnet wurde trotzdem. Damit ist jetzt Schluss. Die Halle wird mit Beginn der Herbstferien am 3. Oktober dicht gemacht. Und bleibt auch nach den Ferien noch weitere drei Wochen geschlossen. "Wir haben die Besucherzahlen analysiert", sagt Stadtwerkechef Henning Fuchs. In den besagten Wochen sei am wenigsten los. "Und wir werden diese Zeit für notwendige Sanierungen nutzen", ergänzt Bäderleiter Arno Nicolaisen.

Seit Anfang 2013 verzichten die Stadtwerke zudem darauf, das Bad am Sonntagnachmittag zu öffnen. Statt um 17.30 Uhr ist schon um 14 Uhr Schluss. Auch bleiben die Türen des Pinneberger Hallenbads künftig zwischen Weihnachten und Neujahr zu. Mit dem traditionellen Kerzenschwimmen am Heiligabend endet der Jahresbetrieb.

2012 hatte es eine Diskussion um die Schließung des Bads gegeben. Von diesem Schritt hatte der Aufsichtsrat der Stadtwerke jedoch nach Protesten abgesehen. Das Gremium einigte sich auf einen Rettungsplan, der die Senkung der Betriebskosten beinhaltet. Nutzer des Schwimmbads hatten seinerzeit während eines Workshops kundgetan, eine Erhöhung der Eintrittspreise zu akzeptieren. "Es gibt kritische Stimmen, aber viele Besucher äußern auch Verständnis", sagt Nicolaisen. Fuchs bestätigt das: "Bisher wird die Preiserhöhung gelassen hingenommen. Wir werden uns die Besucherzahlen nach einigen Monaten ganz genau ansehen."

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