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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:53 Uhr

"Gymnasium-Neubau ist 2015 fertig"

vom

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Infrastruktur, Ortjugendpflege, Gewerbegebietserweiterung, Krippenplätze und Turbointernet: Die Gemeinde Halstenbek stellt sich für die Zukunft auf. Helmuth Ahrens, stellvertretender Bürgermeister der Baumschulengemeinde, spricht im Sommerinterview über die großen Herausforderungen. Frage: Was war für die Gemeinde Halstenbek in den vergangenen Monaten besonders wichtig? Ahrens: Die Gemeinde Halstenbek hat in der jüngeren Vergangenheit starke Veränderungen in ihrer Infrastruktur erfahren. Insbesondere die Schul- und KiTa-Landschaft hat sich mit dem Bau der Grund- und Gemeinschaftsschule und der damit verbundenen Schließung von drei Grund- und Realschulstandorten sowie dem Bau der KiTa "Regenbogen" sehr stark verändert. Durch den beabsichtigten Neubau des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums und die Erweiterung der Krippenplätze wird hier eine weitere wesentliche Veränderung eintreten. In den vergangenen Monaten waren deshalb sowohl die Vorbereitung und die Ausschreibung zum Bau eines neuen Gymnasiums ebenso wichtig wie die Schaffung neuer Krippenplätze. Hier gilt es, die Grundsatzentscheidungen der Gremien zur Erweiterung der drei Kita-Standorte im Bickbargen, in der Gustavstraße und in der Holstentwiete umzusetzen.

Ebenso bedeutungsvoll waren die Entscheidungen der Gemeindevertretung zum Umbau der ehemaligen Grundschule Nord zum neuen Kulturzentrum für die VHS und die Bücherei, der Beschluss zur Umgestaltung des Rathausplatzes, die Verabschiedung des Energiekonzeptes für 2015 bis 2022, die Veräußerung der Grundstücke der ehemaligen Grundschule Süd und der ehemaligen Realschule sowie die Wiederbesetzung der lange vakanten Planstelle der Fachbereichsleitung im Bürgerservice. Die Ortsjugendpflege ist seit geraumer Zeit in den neuen Schulkomplex integriert. Wie kommt die Entscheidung dafür aus Ihrer Sicht bei den Jugendlichen an? Die Integration des neuen Halstenbeker Jugendzentrums JuBa 23 in den Gebäudekomplex der neuen Grund- und Gemeinschaftsschule war eine wichtige und richtige Entscheidung der Gemeindevertretung, damit der Jugendarbeit an so einem zentralen Standort und mit so einem vielfältigen Angebot der notwendige Stellenwert beigemessen wird.

Die Entscheidung, das Jugendzentrum ortsnah und zentral zu verlegen, kommt bei den Jugendlichen nach unserer Einschätzung gut an. Die Einrichtung wird angenommen, die Besucherzahlen sind zufriedenstellend. Vor welchen Herausforderungen steht Halstenbek in den kommenden Monaten? Bei der Umsetzung der unter 1. genannten Investitionen besteht die größte Herausforderung neben der Planungs- und Bauphase darin, die finanziellen Konsequenzen tragbar zu gestalten. Hier werden Vertretung und Verwaltung gemeinsame Anstrengungen unternehmen müssen, sowohl die Ausgabenseite im Blick zu haben, als auch die Einnahmeseite zu verbessern. Welche potenziellen Standorte hat die Kommune für die Ansiedlung von weiteren Gewerbebetrieben im Visier? Dass die Gewerbegebietserweiterung des bestehenden Areals zwischen Gärtnerstraße, Eidelstedter Weg und Gewerbering zurzeit keine aktuelle Bebauungsmöglichkeit bietet, ist bekannt. Vor diesem Hintergrund müssen weitere, kleinteilige Erweiterungsmöglichkeiten geprüft und umgesetzt werden, da die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken in Halstenbek nach wie vor groß ist. Aktuell soll hier das Gebiet Am Bahndamm/Verbindungsweg maßvoll erweitert werden. Turbo-Internet und neue LED-Lampen an den Straßen: Wie kommen die Arbeiten voran? Die Nachfrage nach dem Turbo-Internet läuft sehr gut und die notwendigen Investitionen schreiten zügig voran. Mit einer weiträumigen Breitbandversorgung wird Halstenbek einen weiteren Standortvorteil sowohl für Familien als auch für Gewerbebetriebe anbieten. Der Umbau der öffentlichen Beleuchtung auf die neuen LED-Lampen konnte in diesem Sommer problemlos abgeschlossen werden. Ab August gibt es einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze. Ist das Betreuungsangebot ausreichend und die Quote erfüllt? Der Ausbau der Krippenversorgung wird weiter vorangetrieben. Sowohl am Awo-Kindergarten an der Holstentwiete, als auch an der kommunalen Kita am Bickbargen wird das Betreuungsangebot ausgebaut. Ebenso soll die kirchliche Kita in der Gustavstraße nach Umzug der Bücherei in die ehemalige Grundschule Nord erweitert werden. Mit derzeit 35 Prozent Versorgungsquote liegt Halstenbek im Landesschnitt. Die Kommune hat mit dem millionenschweren Neubau des Gymnasiums in Bickbargen noch einen schweren Brocken zu meistern. Wie sieht der letztendliche Zeitplan aus? Die Angebote für den Neubau des Gymnasiums liegen seit kurzem vor und werden jetzt ausgewertet. Der Hauptausschuss wird diese indikativen Angebote in einer seiner nächsten Sitzungen nach einer bereits feststehenden Bewertungsmatrix bewerten und die besten drei Angebote ermitteln. Beabsichtigt ist, den Vertrag mit dem Bauunternehmen, das den Zuschlag erhalten wird, Anfang 2014 zu schließen. Nach einer etwa 18-monatigen Bauzeit ist die Fertigstellung des neuen Gymnasiums für Sommer 2015 vorgesehen. Die Gemeinde hat mit dem Bau der Sporthalle Feldstraße und der Grund- und Gemeinschaftsschule bereits gute Erfahrungen mit ÖPP-Projekten sammeln können und wird mit ihrem erfahrenen Beraterteam auch der Realisierung dieses anspruchsvollen Projektes gerecht werden. Vielen Dank für das Gespräch.

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