Guter Nachwuchs dringend gesucht

Andreas Loohf (Mitte), Präsident des Gartenbauverbands Nord, erhielt von Axel Huckfeldt (links) und Hans-Hermann Buchwald einen Blumenstrauß sowie ein Buch über den Kreis Pinneberg als Erinnerung an die erste gemeinsame Mitgliederversammlung der beiden Gärtnerverbände in Schleswig-Holstein.
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Andreas Loohf (Mitte), Präsident des Gartenbauverbands Nord, erhielt von Axel Huckfeldt (links) und Hans-Hermann Buchwald einen Blumenstrauß sowie ein Buch über den Kreis Pinneberg als Erinnerung an die erste gemeinsame Mitgliederversammlung der beiden Gärtnerverbände in Schleswig-Holstein.

Die Bedeutung grüner Berufe soll stärker in die Öffentlichkeit getragen werden / Aussichten in diesem Jahr sind gut

shz.de von
23. Januar 2014, 16:00 Uhr

Seit Jahren arbeiten die Mitglieder des schleswig-holsteinischen Landesverbands im Bund deutscher Baumschulen (BdB) und der Landesgruppe im Gartenbauverband Nord zusammen. Am Dienstag hielten sie erstmals gemeinsam im Ellerhooper Gartenbauzentrum ihre Jahresversammlungen ab. Und teilten mit, dass sie auch im kommenden Jahr gleiche Ziele verfolgen: junge Menschen für den Gärtnerberuf begeistern, um qualifizierten Nachwuchs ausbilden zu können, und die Bedeutung des „Grüns“ in der Öffentlichkeit verankern.

Die Entscheidung des BdBs, seinen Geschäftssitz von Pinneberg nach Berlin zu verlagern, werde von den Mitgliedern des Landesverbands sehr begrüßt, sagte deren Vorsitzender Axel Huckfeldt. „Damit sind wir Baumschuler endlich dort vertreten, wo die politische Musik spielt.“ Als Konsequenz werde auch der Landesverband umziehen, nach Ellerhoop ins Kompetenzzentrum. „Hier gehören wir auch hin“, so Huckfeldt. Durch die räumliche Nähe zu den anderen Akteuren des Gartenbaus könne die Zusammenarbeit unkomplizierter und schneller werden. Dem schloss sich auch Hans-Hermann Buchwald, Präsident der Landesgruppe im Gartenbauverband, an. „Wenn es darum geht, der Öffentlichkeit bewusst zu machen, was unsere Berufe leisten, müssen wir zusammenarbeiten“, sagte er. „Von außen würden die Unterschiede ohnehin kaum wahrgenommen.“

Die beiden Verbände planen, sich in diesem Jahr verstärkt um Nachwuchs zu bemühen. „Die Zahl der Gartenbaubetriebe nimmt ab, wohingegen die Nachfrage nach unseren Produkten steigt“, sagte Buchwald. Das bedeute, dass die Betriebe flexibler werden müssten, mit dem Ziel, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. BdB-Präsident Helmut Selders äußerte sich zu den Perspektiven des Gartenbaus in diesem Jahr. „Die Baubranche hatte im Jahr 2013 ein Wachstum zu verzeichnen. Ich bin überzeugt davon, dass das in diesem Jahr bei uns Gartenbauern ankommen wird und unsere Aussichten gut sind“, sagte er. Zudem begrüße er ebenfalls den BdB-Umzug nach Berlin und stellte eine seiner Forderung vor: „Wir brauchen die Möglichkeit, eine steuerfreie Risikorücklage zu bilden, um in guten Jahren dafür sparen zu können, dass wegen des Wetters oder Schädlingsbefalls mal eine Saison nicht läuft“, so Selders.

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