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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 23:34 Uhr

Wedel : Gute Laune macht nicht nur die Posaune

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Elbsound JazzOrchestra Wedel besteht seit fast 24 Jahren und dessen Repertoire umfasst mehr als 60 Stücke. Zum Jubiläum soll neues Album aufgenommen werden.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2014 | 14:00 Uhr

Noch keine acht Jahre ist es her, dass es das Elbsound JazzOrchestra in Wedel gibt. Ein Ensemble, das trotz seines jungen Alters bei genauer Betrachtung auf eine lange Geschichte zurückblicken kann.

Denn: Hervorgegangen aus dem einstigen Jugendmusikkorps des Wedeler Turn- und Sportvereins, traten die hochtalentierten Musiker mit Beginn der Neunzigerjahre zunächst noch unter dem Namen Big Band Wedel auf.

Reiner Kiehn (Organisation), der heute zusammen mit Andreas Thoms (Musik) die Leitung des Ensembles inne hat, fasste sich im Frühjahr 1990 ein Herz und rief zunächst die besagte Big Band ins Leben.

Wiederholt überzeugende Auftritte sorgten schnell für Auszeichnungen wie den Förderpreis des Rotary Clubs Wedel (2003). Oder führten Siege herbei. Wie beim Pinneberger SummerJazz-Festival, wo die Rolandstädter in der Kategorie „Big Band“ in 2001, 2003 und 2005 gewannen.

„Im Frühjahr 2006 war die Zeit dann reif für einen neuen Namen, denn längst schon reichte der Wirkungskreis unserer Band weit über Wedels Grenzen hinaus. Sicher auch ein Verdienst unseres Bandleaders Andreas Thoms“, erinnert sich Reiner Kiehn, der seit 42 Jahren Mitglied in dem Orchester ist, welches als eigenständige Abteilung dem Wedeler TSV angehört.

Und macht deutlich, dass der Big Band-Swing auch heute noch ganz aktuell sei: „Das zeigen uns ja auch Interpreten wie Robbie Williams oder Michael Bublé“, freut sich der verheiratete Elektromeister.

Zehn bis zwölf Auftritte würden die 20 Musiker im Alter zwischen 20 und 65 Jahren durchschnittlich pro Jahr absolvieren. „Hauptaktionszeitraum“ sei natürlich die Weihnachtszeit.

Weitere Events mit Beteiligung der Wedeler Jazz-Musiker, welche laut Kiehn im Amateurbereich in der Liga Hamburg/Schleswig-Holstein „ganz oben mitmischen“, seien Stelldicheins auf der Wedeler Kulturnacht, bei der Open-Air-Saisoneröffnung des Jazzclubs Bergedorf, beim Pinneberger SummerJazz-Festival sowie bei diversen Wettbewerben in den Niederlanden und anderenorts.

Ihr Programm reicht von Jazz-Klassikern aus den Dreißiger- bis Fünfzigerjahren – von Glenn Miller bis Count Basie – bis zu modernen Funkarrangements von Herbie Hancock oder Bob Mintzer „Auch eigene Arrangements und Kompositionen von Posaunist und Sänger Nick Ronai bereichern unser mehr als 60 Stücke umfassendes Repertoire genauso, wie die einfließenden Gesangsstücke“, fährt Kiehn fort.

Aktuell suche das Orchester einen Bass-Posaunisten sowie eine Vertretung für die von Zeit zu Zeit beruflich verhinderte Pianistin Susanne Hofmann.

Ansonsten sei das Elbsound JazzOrchestra, dessen generationsübergreifendes Ensemble durch Saxophonisten, Trompetenspieler und Sänger komplettiert würde, gut aufgestellt. Und hat auch 2014 jede Menge vor: „Das Frühjahr nutzen wir dazu, um unser Programm neu aufzustellen. Als mögliche Themen sind Benny Goodman und Glenn Miller, der in diesem Jahr seinen 110 Geburtstag gefeiert hätte, in die engere Wahl gekommen“, berichtet Kiehn weiter.

Und auch mit der Tatsache, dass das Ensemble im Hinblick auf sein 25-jähriges Bestehen die Herausgabe einer neuen CD plane, hält der Wedeler jetzt nicht länger hinterm Berg: „Im kommenden Herbst steht der Gang ins Hamburger Tonstudio an.“ Kiehn verrät auch, dass hier zahlreiche Big Band-Klassiker aufgenommen werden sollen. Unterstützt durch Christian Wolff, einen der besten Vibraphonisten Norddeutschlands.

„Das ganze kostet jedoch viel Geld. Wir rechnen mit rund 8000 Euro und würden uns freuen, wenn sich noch ein paar Sponsoren fänden, die uns hier unterstützen könnten“, hofft Kiehn abschließend darauf, dass alles gut geht. Und die CD noch vor Weihnachten „auf den Markt“ kommen könne.

Dieser Beitrag wurde dem "Tageblatt am Sonntag" entnommen.

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