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Tangstedt : Grundstücksverkäufe retten den Haushalt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Trotz erheblich gestiegener Kosten plant Tangstedt den Etat mit einem positiven Ergebnis.

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:30 Uhr

Tangstedt | Kreis- und Amtsumlage steigen, hinzu kommen Zahlungen nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) – Tangstedt muss für das laufende Jahr mit etwa 250.000 Euro Mehrausgaben rechnen. Während der Sitzung des Finanzausschusses berieten die Mitglieder am Montagabend erneut über den Etat, der in der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, 17. Februar, verabschiedet werden soll.

Den gestiegenen Ausgaben stehen im laufenden Jahr Einnahmen gegenüber, die aus den Grundstücksverkäufen des neuen Wohngebiets nordöstlich des Steenackers herrühren (Bebauungsplan 14). „Ohne diese Verkäufe hätten wir ein dickes Minus im Haushalt“, sagt Matthias Meuer, Finanzausschussvorsitzender, im Gespräch mit dieser Zeitung.

Auch 2017 sei mit zusätzlichen Einnahmen zu rechnen: „Die Kosten für die Erschließung des neuen kleinen Gewerbegebiets am Battelsweg fallen in diesem Jahr an, die Einnahmen durch den Verkauf von Flächen haben wir dann im Folgejahr“, erklärt Meier. Über zwei Maßnahmen sei parteiübergreifend Einigkeit erzielt worden: „Wir haben entschieden, vorsorglich 50.000 Euro Planungskosten für den Bau einer Flüchtlingsunterkunft bereitzustellen“, berichtet Meier.

Weder Bauweise noch Standort stünden derzeit fest, betonte Meier. „Einig sind wir uns aber, dass es eine nachhaltige Investition sein soll, so dass das Gebäude auch später als Wohnhaus genutzt werden kann“, sagt Meier. Zudem könne die Gemeinde – wie alle anderen Orte auch – zu diesem Zeitpunkt nicht sicher sein, ob und wann ein solcher Bau benötigt werde. „Wir wollen nur sicher gehen, dass wir schnellstmöglich handlungsfähig sind“, erklärt der Vorsitzende.

Ausbau des Pinneberger Wegs

Auf einen weitaus höheren Betrag einigten sich die Politiker des Finanzausschusses für den Ausbau des Pinneberger Wegs: 500.000 Euro sind eingeplant – allerdings mit einem Sperrvermerk. „Ein Ingenieurbüro hat vier Varianten vorgestellt, deren Preisspanne zwischen einem niedrigen sechsstelligen und einem fast siebenstelligen Betrag liegt“, berichtet Meier.

Die Entscheidung darüber, welche Option ausgeführt wird, werde im Bauausschuss am Donnerstag, 17. März, getroffen. „Wir müssen bei so großen Ausgaben sehr vorsichtig agieren und überlegen, ob wir wirklich die allerbeste Variante benötigen oder eine zweckmäßige Lösung ausreicht“, beschreibt Maier die Abwägungen zur Entscheidungsfindung.

Mit Spannung erwarte die Gemeinde derzeit die Entscheidung über den Antrag für Fördergeld zur Erstellung eines Dorfentwicklungsplans. „Wir hoffen, dass ein Großteil der geplanten Kosten von etwa 30  000 Euro von der Aktivregion Holsteiner Auenland übernommen wird“, sagt Meier. Mit einem Bescheid sei noch im Februar zu rechnen.

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