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Rellingen : Grundschüler kämpfen gegen Müll

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Viertklässler lernen bewussten Umgang mit Abfall. Bunte Bilder sollen zum Müll wegwerfen auf dem Schulhof verleiten.

Nachhaltige Entwicklung steht im Heimat-, Welt- und Sachunterricht auf dem Lehrplan der vierten Klassen der Rellinger Gebrüder-Grimm-Schule. Doch einfacher Frontalunterricht wird der Sache nach Referendarin Mareike Geißler nicht gerecht. Mit ihrer Klasse 4c stellte sie deshalb kurzerhand ein ganzes Projekt zum Thema Müll auf die Beine.

„Die Kinder arbeiten jetzt seit fünf Wochen daran. Sie sollen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Schulmüll lernen und auch aktiv sehen, wie sie einen eigenen Beitrag dazu leisten können.“ In fünf Gruppen haben die Schüler deshalb Strategien entwickelt, wie man dem Müll Herr werden kann. Als erstes wurden Beobachtungen gemacht: Wo fällt in der Schule der meiste Müll an? Und was für Müll ist das eigentlich? „Das Meiste ist Papier. Wir haben aber auch Naschi-Verpackungen und Trinktüten gefunden auf dem Schulhof“, so die jungen Detektive. Der meiste Müll lag beim Fußballplatz und in den Gebüschen, zum Teil genau neben den Mülleimern.

Da wird jetzt Abhilfe geschaffen: „Wir haben im Kunstunterricht Bilder für die Mülleimer gemalt, damit man auch Lust hat, etwas hineinzuwerfen.“ Die laminierten Blickfänger hängen bereits an den Mülleimern rings um den Schulhof. „Außerdem wollen wir einen Mülldienst machen, dafür haben wir schon Säcke besorgt“, erzählen die Schüler weiter. Die gesamte Schule soll eingebunden werden, um dafür zu sorgen, dass der Müll auch da landet, wo er hingehört. Auch in der eigenen Klasse, die zuvor ordentlich aufgeräumt wurde, gibt es jetzt einen Mülldienst. „Das ist viel schöner jetzt. Wir müssen nur darauf achten, dass wir Papier auch gleich wegwerfen. Das soll Teamwork sein.“

Lehrerin Geißler ist begeistert von ihren Schützlingen: „Man merkt, dass sie viel aufmerksamer sind, was ihren eigenen Müll und den Müll anderer angeht. Es ist großartig, mit welchem Engagement sie dabei sind und wie viele tolle Ideen sie selbstständig erarbeitet und auch umgesetzt haben.“

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erstellt am 27.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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