Pinneberg : Grünes Licht für Schulsanierung

Pinnebergs Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental ist sanierungsbedürftig.
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Pinnebergs Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental ist sanierungsbedürftig.

Neues Zuhause für die Sozialarbeiter: Die Politik stellt Mittel für den Umbau des maroden Lehrschwimmbeckens der GuGs bereit.

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04. Juli 2014, 16:00 Uhr

Pinneberg | Mangelnder Brandschutz. Zu wenig Gemeinschaftsräume. Ein viel zu kleines Lehrerzimmer. Die Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) in Pinneberg sorgt seit 2013 überregional für Aufsehen. Jetzt setzt die Politik ein Zeichen. Während der Sitzung des Schulausschusses wurde Geld für den Umbau des seit Jahren ungenutzten Lehrschwimmbeckens freigegeben. Wo jetzt noch die Halle steht, sollen ab 2015 die Schulsozialarbeiter einziehen.

618.000 Euro werden im ersten Schritt investiert. 2015 wird diese Summe erneut fällig. Eine Entscheidung, die bereits am 10. Juni hätte fallen können. Seinerzeit hatte es die Stadtverwaltung jedoch nicht geschafft, die notwendigen Unterlagen rechtzeitig zusammenzustellen. Der Sperrvermerk hatte daher nicht aufgehoben werden können – was bei GuGs-Rektor Thomas Gerdes nicht gut ankam.

Am Mittwochabend wollte Gerdes dann auch wissen, ob die Verzögerung zusätzliche Kosten verursacht. Eine Antwort gab es zunächst nicht. Sie soll im Sitzungsprotokoll erfolgen. „Das werde ich mir ganz genau anschauen“, so Gerdes nach dem Schulausschuss.

Von Natalina Boenigk (CDU) nach dem Zeitplan für die Bauarbeiten an der GuGs befragt, äußerte sich Silkata Sahin-Adu, Chefin des Kommunalen Servicebetriebs der Stadt, zurückhaltend. Mit Aufhebung des Sperrvermerks könne die Planung intensiviert werden. Ob das ehrgeizige Ziel, zum Schuljahr 2015/16 fertig zu sein, erreicht werde, stehe in Frage. Da es sich um eine Baustelle im Inneren eines Gebäudes handele, könne allerdings auch im Winter gearbeitet werden. Ein Knackpunkt aktuell: Nach Aufrücken Sahin-Adus in die Werkleitung ist ihre vorherige Stelle der technischen Leitung des KSP noch immer unbesetzt. Bürgermeisterin Urte Steinberg äußerte sich während des Schulausschusses: „Die Stelle muss noch ausgeschrieben werden.“

Fraktionsübergreifendes Lob gab es während der Sitzung für die Pinneberger Schulallianz, die sich seit Monaten für die Bildungseinrichtungen einsetzt und dabei ist, ein Netzwerk aufzubauen. Die Allianz war Anfang 2014 aus der Taufe gehoben worden.

Eine positive Nachricht hatte Bürgermeisterin Urte Steinberg für Pinnebergs Schulsozialarbeiter parat. Gespräche in der Landeshauptstadt Kiel hätten ergeben, dass  zwei bisher befristete Stellen entfristet werden könnten. Das soll spätestens über den Stellenplan 2015, wenn möglich schon vorher mittels Nachtrag geschehen. Das beschlossen die Mitglieder des Schulausschusses am Dienstagabend einstimmig. Alle vertretenen Fraktionen hatten zuvor einen gemeinsamen Antrag unterschrieben. Kernaussage: Die Anerkennung der Schulsozialarbeit ist unstrittig. Im Gespräch ist sogar eine Ausweitung des Konzepts – so können auch Gymnasien auf Schulsozialarbeiter hoffen.
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