Pinneberg : Grünes Licht für die Wabe-Kita

Marcel Graff und Gabriele Gramann haben auf dem Eggerstedt-Gelände noch viel vor.
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Marcel Graff und Gabriele Gramann haben auf dem Eggerstedt-Gelände noch viel vor.

Bald wird auf dem Kasernengelände gebaut: Das Land sagt die Förderung zu, der Bau kann noch im Frühjahr beginnen.

shz.de von
29. Januar 2014, 12:00 Uhr

Das Warten hat ein Ende. Das Aufatmen ist groß. Der Hamburger Bildungsträger Wabe hat die lang ersehnte Förderzusage für den Bau einer Kindertagestätte vorliegen. Das 3,2 Millionen Euro teure Projekt kann in Kürze in Angriff genommen werden. Pinneberg bekommt seine Kasernen-Kita für 100 Kinder. Eine Akademie sowie eine Grundschule werden folgen.

Monatelang hatte Wabe-Geschätsführer Marcel Graff auf die Förderzusage warten müssen. Jetzt steht fest, dass etwa 1,5 Millionen Euro fließen. Sowohl von Land, Kreis als auch Stadt gibt es Zuschüsse. Geht’s nach Graff, rollen in wenigen Wochen die Handwerker an. Die ersten Arbeiten würden noch im Frühjahr beginnen, so der Wabe-Geschäftsführer. „Wir sind natürlich vom Wetter abhängig“, gibt Graff zu bedenken. Es sei jedoch durchaus denkbar, dass die Kita noch im Jahr 2014 fertig gestellt werde.

Für Pinneberg ist das eine Nachricht mit Nachhall. Graff hatte stets klar gemacht, dass der Kindergarten Voraussetzung für weitere Investitionen auf dem Kasernengelände ist. Nach Fertigstellung der Kasernen-Kita soll der Bau einer Akademie für Erzieher in Angriff genommen werden. Eine private Grundschule ergänzt das Campus-Konzept, das die Pinneberger Bildungslandschaft bereichern soll. Insgesamt will die Wabe, die an der Bismarckstraße bereits seit 2010 eine Kita betreibt, rund 20 Millionen Euro investieren.

Brandruine wird abgerissen

Vor einem Jahr hatte sich der 2001 gegründete Bildungsträger für 4,4 Millionen Euro ein zentrales Grundstück auf dem 37 Hektar großen Gelände der Eggerstedt-Kaserne gesichert. In der vergangenen Woche hatte die Ratsversammlung der Stadt Pinneberg beschlossen, sich von einem weiteren Teil der seit 2004 brachliegenden Eggerstedt-Kaserne zu trennen. 70 000 Quadratmeter des 37 Hektar großen Areals werden in Kürze an die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) verkauft. Das Kieler Bauunternehmen zahlt rund 1,4 Millionen Euro und übernimmt zudem die innere Erschließung des Geländes. 250 Wohneinheiten sollen entstehen. Graff sieht das durchaus mit Wohlwollen: „Gut, dass es mit der Entwicklung des gesamten Areals vorangeht.“

Mit dem Startschuss für das Campus-Projekt rückt auch der Abriss der Brandruine auf dem Kasernen-Areal näher. Im Oktober war ein früheres Offiziersheim in Flammen aufgegangen. Das einsturzgefährdete Gebäude muss seitdem gesichert werden.

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