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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 22:35 Uhr

Hasloh : Grünes Licht für Betreutes Wohnen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Hasloher Gemeinderat befürwortet einstimmig das Konzept des Investors.

Hasloh | „Neun Jahre lang haben wir uns darum bemüht, hier in Hasloh Betreutes Wohnen anbieten zu können“, berichtete Gisela Maier, Vorsitzende des Hasloher Seniorenbeirats während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Jetzt endlich sei von der evangelischen Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh ein Investor gefunden worden, der den Beirat mit seinem Konzept überzeugen konnte.

Zuvor hatte die Kirchengemeinde, der das Gelände, auf dem die Wohnungen entstehen sollen, gehört, vergeblich versucht, selbst einen Betreiber zu finden. „Bitte geben Sie der Kirchengemeinde ein Signal: Wir vom Seniorenbeirat sind einverstanden“, sagte Maier. „Das ist genau das, was die Gemeinde erreichen wollte“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Gunnar Schacht. Es sei für die Kirche nicht einfach gewesen, einen Investor zu finden. „Das ist eine ,Win-win-Situation‘, allerdings sollte das vorgelegte Konzept im Kaufvertrag auch verankert sein“, forderte er. Auch die Rahmenbedingungen, die der Seniorenbeirat einbrachte, müssten mit belastbaren Formulierungen eingearbeitet werden.

„Wir sind extrem erleichtert und erfreut, nachdem es zwischendurch berechtigte Zweifel gab“, sagte die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Dagmar Steiner. Wenn jetzt noch lokale Anbieter und Gewerke einbezogen würden, komme alles in die richtige Bahn.

Im Konzept des Investors sind bis zu 45 Wohnungen auf drei Etagen vorgesehen, die in zwei Bauabschnitten errichtet werden sollen. Als Ausstattungsmerkmale sind Aufzüge, barrierefreie Zugänge, bodengleiche Duschen sowie breite Türen und Flure geplant. Durch eine Kooperation mit dem örtlichen Heim-Pflegedienst von Ingeborg Guckel könne von Anfang an eine Grundversorgung angeboten werden, heißt es in dem Konzept. Diese sehe vor, direkte Ansprechpartner für Fragen und Beratung, flexibel buchbare Betreuungsleistungen sowie die Inanspruchnahme eines 24-Stunden-Notrufservices zur Verfügung zu stellen.

Betreutes Wohnen hat Vorrang

„Bei mehr als 15 Mietern im Betreuten Wohnen wird es zusätzlich einen Gemeinschaftsraum mit Teeküche, WC und Abstellraum geben“, so der konzeptionelle Plan. Etliche Rahmenbedingungen legen fest, dass bei der Vermietung der Wohnungen Interessenten für Betreutes Wohnen Vorrang haben sollen. Sollte sich allerdings nach dem ersten Bauabschnitt abzeichnen, dass die Nachfrage zu gering ist, will der Investor in Absprache mit der Gemeinde Hasloh ein alternatives Bebauungskonzepts erstellen. Baubeginn des ersten Abschnitts soll bereits 2016 sein.

Als zusätzliche Punkte wünscht der Seniorenbeirat, dass Hasloher Bürger den Vorrang bei der Vermietung bekommen sollen. Sollte es nicht genug Interessenten geben, müsste ebenfalls Mieter aus Hasloh zuerst berücksichtigt werden. Dies soll nicht nur für die erste, sondern auch für alle folgenden Vermietungen gelten. Der Beschluss des Gemeinderats erfolgte einstimmig. „Ich finde toll, dass es jetzt so läuft“, sagte Bürgermeister Bernhard Brummund nach der Abstimmung.

„Wir sind begeistert, dem Verkauf des Grundstücks steht jetzt nichts mehr im Weg“, sagt Christiane Löwe, die das Projekt koordiniert. Sie gehe davon aus, dass der Termin noch vor Jahreswechsel über die Bühne gehe. „Wir, also die Kirche, die Kommune und der Investor, haben alles versucht, Betreutes Wohnen anzubieten – jetzt müssen die Hasloher nur noch zugreifen“, sagte Löwe.

 

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erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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