Nach drei Monaten Suche im Kreis Pinneberg : Grüne wollen sich neu aufstellen

Nach fünf Monaten trennten sich im November die Wege der Grünen-Vorstandssprecher  Resy de Ruijsscher und Holger Nohr.
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Nach fünf Monaten trennten sich im November die Wege der Grünen-Vorstandssprecher Resy de Ruijsscher und Holger Nohr.

Am Mittwoch soll ein Vorstandssprecher gewählt werden. Im Dezember war das Vorhaben mangels Bewerber noch gescheitert.

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24. Januar 2014, 12:00 Uhr

Die Vorstandssprecherin der Grünen im Kreis Pinneberg, Resy de Ruijsscher, möchte wieder einen Partner an ihrer Seite wissen und setzt deshalb erneut die Nachwahl eines Kreisvorstandssprechers auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 29. Januar. Anfang November hatte ihr Kollege Holger Nohr seinen Posten aus beruflichen Gründen niedergelegt – etwa fünf Monate nach der Wahl in die Doppelspitze der Partei, die traditionell über ein Führungsduo verfügt. Am Nikolaustag kamen die Grünen in der Geschäftsstelle am Damm in Pinneberg zusammen, um der Bio-Landwirtin aus Bönningstedt jemanden zur Seite zu stellen – allerdings ohne Erfolg. Niemand wollte sich wählen lassen. Nun gibt es jedoch einen Bewerber: Der freie Journalist und PR-Berater Oliver Carstens. Der 1979 in Hannover geborene Pinneberger lebt seit vier Jahren in der Region – zunächst in Schenefeld, in dessen Ortsverband er sich engagiert hatte. Zudem betreute er für die Grünen im Kreis den Landtagswahlkampf 2012 in Schleswig-Holstein.

Carstens Ziel lautet: Die inaktiven Ortsverbände beim Wiederaufbau unterstützen und die Kommunikation mit den Grünen in den Dörfern und Städten vertiefen. „Wir müssen uns weniger als der ‚Zeigefinger der Republik‘ verstehen, sondern mehr als Partei, die sich mit den Lebensrealitäten der Menschen auskennt. Dafür müssen wir aber erstmal in unserem eigenen Laden Ordnung schaffen“, schreibt der 34-Jährige in seiner Bewerbung um das Amt – und fügt an: „Nur wenn wir in den kommenden Monaten gemeinsam arbeiten, gemeinsam diskutieren und einen gemeinsamen Weg finden, werden wir als Grüne auch im Kreis Pinneberg wieder ernst genommen.“

Außer einen zweiten Vorstandssprecher suchen die Grünen auch noch einen neuen Kreisschatzmeister. Dafür lagen bis gestern allerdings noch keine Bewerbungen vor.

Diskussion um Europawahl

Die Kreismitgliederversammlung der Partei, die um 19 Uhr im Café Pino, Bahnhofstraße 12, in Pinneberg, beginnt, soll jedoch nicht nur aus Wahlen bestehen. Vielmehr soll über die inhaltliche Vorbereitung der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen – vom 7. bis 9. Februar in Dresden – gesprochen werden, sagte gestern die Vorstandssprecherin auf Anfrage dieser Zeitung. Während der Versammlung in der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen wollen die Grünen die Liste für die Europawahl aufstellen. Die Parteimitglieder aus dem Kreis werden dort von de Ruijscher, Ann-Kathrin Tranziska und Beate Seifert vertreten.

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