Grüne wollen Grünstreifen für LSE

Die Wohnbebauung mit dem Rewe-Markt in der Friedrich-Ebert-Straße ist für den Grünen-Fraktionsvorsitzenden Mathias Schmitz ein Beispiel schlechter Planung. Er fürchtet, dass sich diese an der Altonaer Chaussee mit der Edeka-Ansiedlung wiederholt.
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Die Wohnbebauung mit dem Rewe-Markt in der Friedrich-Ebert-Straße ist für den Grünen-Fraktionsvorsitzenden Mathias Schmitz ein Beispiel schlechter Planung. Er fürchtet, dass sich diese an der Altonaer Chaussee mit der Edeka-Ansiedlung wiederholt.

Die Maßnahme soll Autobahncharakter der Straße reduzieren / Absage an zusätzliche Auffahrt am „Stadtzentrum“

shz.de von
12. Januar 2018, 16:00 Uhr

Das Ziel der Politik ist klar: Die trennende Wirkung der Landesstraße  103 (LSE / Altonaer Chaussee) soll im Gebiet des Stadtkerns in Schenefeld gemildert werden. Ende des vergangenen Jahres hatte das Planungsbüro Dänekamp und Partner der Politik erste Varianten für eine verbesserte Verkehrsführung vorgestellt (unsere Zeitung berichtete). Nun positionieren sich die Grünen zu den Vorschlägen.

Eine Variante hatte die Reduzierung auf zwei Spuren vorgesehen. Zusätzlich sollte ein Kreisverkehr vor der Ortseinfahrt kurz vor dem „Stadtzentrum“ entstehen. Die zweite Variante sah vor, von der Ortseinfahrt bis zum Schenefelder Platz so weit wie möglich Grünstreifen in der Mitte der Fahrbahn zu platzieren und zu verbreitern. „Damit wollen wir den Autobahncharakter rausnehmen“, sagte Ingenieur Falk Derendorf damals. Die beiden Fahrbahnen in jede Richtung sollen beibehalten werden, aber etwas schmaler werden. Des Weiteren sind in jede Fahrtrichtung drei Meter breite kombinierte Fuß- und Radwege vorgesehen.

Die Grünen kommen nun aus der Deckung und sprechen sich für letztere Variante aus. Da die L 103 eine Landesstraße ist, habe Schenefeld keine Entscheidungskompetenz über den Ausbau - und Betriebsstandard der Straße. „Wir müssen den Landesbetrieb Verkehr (LBV) von unseren Zielen und Maßnahmen überzeugen. Überzeugen kann die Stadt aber nur, wenn sie mit einer Stimme spricht und realistische Veränderungen vorschlägt“, schreibt der Grüne-Fraktionsvorsitzende Mathias Schmitz. Zukunftskonzepte mit einer massiven Veränderung der Straße seien derzeit mit dem Landesbetrieb nicht zu verhandeln.

Allerdings sehen die Grünen Änderungsbedarf in einigen Punkten: Der geplante, aber bisher nicht gebaute Rechtsabbieger in die Industriestraße soll aus Sicht von Schmitz und seinen Parteikollegen entfallen. Dieser habe sich als überflüssig herausgestellt. Die Kreuzung LSE  / Osterbrooksweg solle so dimensioniert sein, dass sie eine Verlagerung der L104 über den Osterbrooksweg zur Entlastung des Dorfes vom Durchgangsverkehr ermöglicht. Dem Vorschlag des Büros für eine zusätzliche Zufahrt von der LSE zum vorderen Parkplatz des „Stadtzentrums“ erteilen die Grünen eine Absage. Die Hauptquerungen für Fußgänger und Radfahrer im Bereich des Stadtkerns sollen breit und farblich abgesetzt werden. Außerdem wünschen sich die Grünen-Politiker eine für Fußgänger und Radler optimierte zeitgleiche Grünphase an der Kreuzung zum Osterbrooksweg.

Der Ersatz der Kiebitzbrücke durch eine niveaugleiche Anbindung des Kiebitzwegs und der Hauptstraße an die LSE bleibe als Option für eine spätere Situation bestehen. Aktuell liegt kein Handlungsbedarf vor, schildert Schmitz. „Die Variante eins mit den vorgeschlagenen Änderungen und Ergänzungen bilden eine gute und realistische Grundlage für die Verhandlungen mit dem LBV und stellt insgesamt gegenüber dem Ist-Zustand eine deutliche Verbesserung dar“, urteilt Schmitz.

Davon unberührt bleibe die Forderung der Grünen, die auf eine Absenkung des Geschwindigkeitsniveaus innerhalb des Stadtgebiets, zumindest aber ab der Mühlendammbrücke, auf höchstens 70 Stundenkilometer, besser auf 50 Stundenkilometer pro Stunde bestehen. Die „Autobahn“ innerhalb des Stadtgebietes sei eine starke Lärmbürde für alle Bewohner des Dorfs und der angrenzenden Wohngebiete und müsse daher zu einer normalen innerstädtischen Hauptverkehrsstraße werden.

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