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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 04:53 Uhr

Grüne wettern gegen Rehmenfeld-Projekt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Rehmenfeld-Pläne nehmen Gestalt an. Sehr zum Ärger der Grünen. Während einer Informationsveranstaltung haben sie ihre Vorbehalte gegen das Projekt erläutert und mit einem interessierten Publikum diskutiert. Nach dem Willen der Stadtverwaltung und dem Großteil der Politik soll auf dem Gebiet zwischen Thesdorf und Fahlt auf einer Fläche von insgesamt 19 Hektar Platz für Gewerbe geschaffen werden. Die Stadt hatte hierfür bereits einen Gutachter beauftragt.

„Wir waren darüber relativ geschockt“, sagte Peter Thomsen von den Grünen. Wie seine Parteikollegen Dieter Schott und Manfred Stache (Foto) sprach er von einer nicht aufgehenden Rechnung. „Die Stadt wird mit ihrem Gewerbe nicht aus dem Schlamassel herauskommen“, prophezeite Stache. Dies könne man am Beispiel des Gewerbegebiets „Grauer Esel“ in Elmshorn nachvollziehen. Weder Elmshorn noch Wedel ist es nach den Worten Staches gelungen, mit derartigen Gewerbevorhaben der Schuldenmisere zu entkommen. Die Wohnbebauung verschlinge mehr als das, was bei der Einkommenssteuer wieder hereinkomme. Die Stadt erhofft, fünf Millionen aus den Rehmenfeld-Plänen zu gewinnen. „Das ist bei der leeren Kassenlage ein Shit-Argument“, so Thomsen. Wenn die Stadt einen Betrag von zwölf Millionen ausgebe, brächte eine solche Summe nichts.

„Irgendwann muss einfach Schluss sein“, betonte Stache. Bei der Stadt Pinneberg handelt es sich um eine der am stärksten bebauten Städte im Norden. Weiterer Aspekt: Der Verkehr am Rehmenfeld sei im Falle einer Bebauung nicht mehr zu stemmen. Die Grünen bezeichnen die Situation „als nicht verloren“. Die 70 000 Euro für das Rehmenfeld sind noch nicht genehmigt und folglich noch nicht im Haushalt veranschlagt. Es müsse versucht werden, die Entscheidung aufzuschieben. „Ansonsten wird es ganz schlimm“, unkte Stache. Als Ausweg für die Anwohner bleibe lediglich ein Umzug.


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erstellt am 19.Feb.2015 | 10:43 Uhr

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