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Pinneberg : Grüne & Unabhängige stellen Ideen für mehr Sicherheit auf Schulwegen vor

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Weniger Tempo, mehr Radstraßen - die Resonanz ist enttäuschend. Kritik kommt von CDU und FDP.

Pinneberg | Schon länger kämpft die Fraktion Grüne & Unabhängige für mehr Sicherheit auf den Schulwegen im Quellental. Anlässlich des anstehenden Umbaus der Kreuzungen Thesdorfer Weg/Richard-Köhn-Straße sowie Thesdorfer Weg/Datumer Chaussee kocht das Thema nun wieder hoch – am Mittwochabend diskutierten die Ratsherren Manfred Stache und Joachim Dreher mit Eltern in der Aula der Theodor-Heuss-Schule (THS) darüber.

Das Konzept der Grünen & Unabhängigen für eine höhere Schulwegsicherheit steht dabei auf drei Säulen:

Tempolimits: Der Fraktion schwebt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde im weiten Umfeld der drei Schulen THS, Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGS) und der Johann-Comenius-Schule (JCS) vor – konkret umfassen die Pläne den Thesdorfer Weg im Abschnitt zwischen Feldstraße und Datumer Chaussee sowie die Richard-Köhn-Straße zwischen Thesdorfer Weg und Großem Reitweg.
Fahrradstraßen: Nördlich und südlich des Thesdorfer Weges sollen Straßen zu Fahrradstraßen umgewandelt werden. Den Plänen zufolge betrifft das Goethestraße, Rixstraße, Moorkamp sowie Manfred-von-Richthofen-Straße und die Osterholder Allee bis hin zum Bahnhof. Auf Fahrradstraßen sei laut Manfred Stache (Grüne & Unabhängige) das Autofahren bis zu einem Tempo von 30  Kilometern pro Stunde zwar grundsätzlich erlaubt. Radler genössen jedoch Vorrang und dürften auch nebeneinander fahren.
Straßenquerung:Die Fraktion schlägt einen ampelgeregelten Fußgängerüberweg über den Thesdorfer Weg zwischen Heideweg und Schopenhauerstraße vor. Grund: An dieser Stelle bestehe die Pflicht für Radfahrer, die Straßenseite zu wechseln.

Bei den Besuchern kamen die Ideen gut an. Für Skepsis sorgte allerdings der Vorstoß zu den Fahrradstraßen „Das wären doch Umwege und das wollen die Kinder nicht“, sagte eine Mutter. Ähnlich äußerte sich auch CDU-Fraktionschef Andreas Meyer gestern auf Rückfrage. „Schüler nehmen immer den kürzesten Weg und lassen sich nicht auf Umwege umleiten“, sagte er. Ein Besucher wusste es ganz genau: 300 Meter betrage die zusätzliche Distanz – das habe er nachgemessen.

Die Organisatoren der Veranstaltung machten deutlich, dass sie sich nicht nur eine größere Resonanz – insgesamt fanden sich nur 13 Gäste in der THS-Aula ein – sondern auch eine Beteiligung der anderen Fraktionen sowie der Verwaltung gewünscht hätten. Aber der Vorstoß habe ihnen nur Absagen eingebracht, die SPD sogar überhaupt nicht reagiert.

Das tat sie gestern. Ratsherr Gerhard Thomssen erklärte, das Konzept für schlüssig zu halten. Allerdings sei seine Fraktion mit ähnlichen Vorschlägen in der Vergangenheit schon im Ausschuss gescheitert – an den Stimmen der CDU. Die kann sich neben den Radstraßen auch mit dem Tempolimit nicht anfreunden. „Das würde zu Ausweichverkehr in kleinen Nebenstraßen führen“, sagte Fraktionschef Meyer. Werner Mende von der FDP sah das gegenüber dieser Zeitung ähnlich. „Auf Durchgangsstraßen muss der Verkehr reibungslos fließen“, betonte er. Die Bürgernahen wollen sich laut Fraktionschef Uwe Lange auf einer Klausursitzung am kommenden Wochenende mit dem Thema befassen.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 00:36 Uhr

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