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Pinneberger Tageblatt

19. August 2017 | 15:52 Uhr

Grüne Karte als Lob für Fairplay

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußballmannschaft des Jugendzentrums Komet gewinnt „Kreiscup der Jugendzentren“ vor den Kickern des Klubs Nord

Ein Pass direkt vor das Tor. Ein Schuss. Vorbei. Der Ball im Aus. Der Schiedsrichter zeigte Abschlag an, doch sofort schnellte ein Arm nach oben. „Ich war noch dran. Das war eine Ecke“, gestand der Nachwuchsspieler des Jugendzentrums Nord gestern beim siebten „Kreiscup der Jugendzentren“ in Pinneberg. Der Schiedsrichter griff in seine Brusttasche und nestelte ein Karte hervor: die grüne. Eine Auszeichnung für besonders faires Spiel.

„Wir nutzen diese in unserer Fußball AG schon lange“, erläuterte Jugendpfleger Saim Cetinkaya, Leiter des Jugendtreffs Komet, der mit seinem Team das Fußballturnier in der Jahnhalle ausrichtete. „Ich wollte den Fairplaygedanken verstärken, damit es nicht nur um den Kampf mit Ellenbogen geht“, sagte Cetinkaya zur Premiere beim Kreiscup. Dem Gegner aufhelfen, eine undurchsichtige Spielsituation aufklären oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zu eigenen Ungunsten korrigieren, brachte den Spielern als Belohnung die grüne Karte und damit Pluspunkte in der Fairplay-Wertung ein. Die Idee stammt aus Italien, wo diese seit der vergangenen Saison in der Serie B, der zweiten italienischen Liga, getestet wird. „Das Turnier ist super gelaufen und war sehr fair. Ich denke, dass die grüne Karte sehr viel dazu beigetragen hat“, sagte Cetinkaya.

Doch stand neben dem Fairplay natürlich das Sportliche im Vordergrund. Der Klub Nord sowie das Jugendzentrum JuKids aus Barmstedt stellten jeweils zwei Teams. Der Komet stellte gleich vier Teams. „Mich freut besonders, dass wir zwei reine Mädchenteams haben. Das gab es seit Jahren nicht“, sagte Cetinkaya. Ebenso froh war er über die Teilnehmer aus Barmstedt: „Das ist mittlerweile eine echte Freundschaft geworden. Man kennt die Betreuer und auch die Kinder.“ Dass in diesem Jahr nur drei Jugendeinrichtungen teilnahmen, sei der Tatsache geschuldet gewesen, dass Appen, Wedel und Heist eigene Ferienprogramme hatten. Zudem wurde die Altersgrenze auf zehn bis 14 Jahre nach unten gesetzt. „Wir waren in diesem Jahr strikter. Es bringt nichts, wenn 18-Jährige gegen Zehnjährige kicken“, so Cetinkaya. Ein Wermutstropfen für die älteren Spieler. Doch auch diese wurden eingebunden. „Sie sind als Trainer und Schiedsrichter aktiv“, sagte Martin von Aspeern, Leiter des JuKids und Cetinkaya. „Dann steht da kein schreiender Trainer an der Bande.“ Für ihn gab es dennoch Grund zum Schreiben oder besser gesagt zum Jubeln, denn das Team des Komet verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr vor dem Klub Nord. „Nun sind wir im Herbst gefordert, den Titel zu verteidigen“, bilanzierte Cetinkaya nach dem dritten Erfolg bei der siebten Turnierteilnahme.

Zuvor steht aber noch das Fußballcamp an, das von Montag bis Freitag, 4. bis 8.  April, von 14 bis 17 Uhr im Komet, An der Raa 90, ausgerichtet wird. Ein Turnier, ein Grillabend sowie ein Ausflug zum HSV-Museum und das Volksparkstadion stehen auf dem Programm. „Es sind noch Plätze frei“, sage Cetinkaya. Anmeldungen unter Telefon (0  41  01) 69  11  25. Die Teilnahme ist kostenlos.

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