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Pinneberg : Grüne kämpfen für „Wendepunkt“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Es geht um 5000 Euro für Präventionsarbeit an Schulen und Kitas. Der Fall soll nun im Ausschuss für Kultur, Sport und Jugend erneut verhandelt werden.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es geht um 5000 Euro jährlich. Diese Summe beantragte der Verein „Wendepunkt“ bei der Stadt Pinneberg, um an Schulen und Kitas präventive Maßnahmen zum Thema Gewalt und sexueller Missbrauch zu finanzieren.

Der Ausschuss für Kultur, Sport und Jugend lehnte den Antrag am 22. Oktober ab. Die Fraktion von Grünen & Unabhängigen möchte aber nicht lockerlassen und setzt sich weiter für eine Förderung der Projekte ein. Ratsherr Manfred Stache erklärt: „Wir haben auch jahrelang gegen die Finanzierung gestimmt.“ Auch die Grünen seien lange davon überzeugt gewesen, dass der „Wendepunkt“ die Prävention aus den Mitteln stemmen könne, die der Verein vom Kreis erhält. In einem Treffen mit der Fraktion habe „Wendepunk“-Chefin Ingrid Kohlschmitt jedoch Klarheit geschaffen: „Die Gelder vom Kreis sind an genau festgelegte Verwendungszwecke gebunden“, so Stache. Dabei handelt es sich vor allem um Fallarbeit mit Opfern von sexuellen Gewalttaten. Der Verein könne nicht einfach Geld für Prävention ausgeben, dafür bedürfe es gesonderter Mittel. Elmshorn, Wedel und andere Kommunen zahlen bereits seit Jahren für diese Zusatzarbeit der Organisation. „Ingrid Kohlschmitt hat dies dann dem gesamten Sozialausschuss in einem Arbeitsgespräch erklärt“, betont Stache.

Die Grünen seien daher verwundert, dass bei der Abstimmung von Politikern der CDU und SPD erneut das Argument vorgebracht worden wäre, dass der „Wendepunkt“ ja genug Geld vom Kreis erhalte. „Das löst in der Fraktion der Grünen Unverständnis aus“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wir haben damit gerechnet, dass auch Fraktionsmitglieder, die beim Arbeitsgespräch nicht anwesend waren, informiert werden“, so Stache. Auch der Kreisverband der Linken sprach sich in einer Pressemitteilung für die Übernahme des Präventionskonzeptes aus. Nun wollen die Grünen „alle parlamentarischen Mittel ausreizen“, um die Finanzierung der Präventionsmaßnahmen durchzusetzen. „Wir wollen das Thema auch im Ausschuss Kultur, Sport, Jugend auf die Tagesordnung setzen.“ Sollte dies nicht erwünscht sein, wollen die Grünen das Thema im Finanzausschuss und der Ratsversammlung direkt zur Sprache bringen.

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