Stundenlanger Einsatz : Großfeuer auf Industriebrache in Pinneberg

Mithilfe einer Drehleiter versuchten die Kameraden das Dach von außen zu kühlen. Wegen der drohenden Einsturzgefahr wurde auf einen Innenangriff verzichtet.

Mithilfe einer Drehleiter versuchten die Kameraden das Dach von außen zu kühlen. Wegen der drohenden Einsturzgefahr wurde auf einen Innenangriff verzichtet.

Am späten Sonntagabend hat es in der Hermannstraße in Pinneberg gebrannt. 74 Einsatzkräfte waren vor Ort.

shz.de von
30. Juli 2018, 10:21 Uhr

Pinneberg | Großalarm in Pinneberg: Die Freiwillige Feuerwehr ist am Sonntagabend zu einem Großfeuer auf einem ehemaligen Industriegelände an der Hermannstraße gerufen worden. Dort brannte eine leer stehende Lagerhalle. Betroffen war ungefähr die Hälfte des Komplexes, heißt es von der Feuerwehr. Insgesamt waren 74 ehrenamtliche Helfer der Wehren Pinneberg und Prisdorf fünfeinhalb Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Personen wurden nicht verletzt.

Brandursache bisher unklar

Brandursache und Schadenshöhe sind bisher unklar. Die Polizei ermittelt. Anwohner hatten um 21.52 Uhr über Notruf Feuerschein und eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Dies bestätigte der stellvertretende Pinneberger Wehrführer Kai Halle als ersteintreffende Einsatzkraft wenig später. Wegen des dichten Rauchs wurde die direkt oberhalb der Brandstelle liegende Hermann-Kath-Brücke für knapp zwei Stunden gesperrt. Außerdem wurde über die Warn-App NINA die Bevölkerung in der Nachbarschaft aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine besondere Gefahr ging von den Brandrauch jedoch nicht aus.

Zugang vom Skatepark aus

Die Anfahrt zu der brennenden Halle war schwierig, das Gebäude war auf der betroffenen Seite eingewachsen. Die Feuerwehr musste mehreren Bäume und Sträucher mit einer Kettensäge beseitigen, um sich vom Skatepark unterhalb der Hochstraße einen Zugang zu schaffen. Zur Brandbekämpfung wurde unter anderem eine Drehleiter eingesetzt, das Dach wurde von oben gekühlt. Wegen der drohenden Einsturzgefahr hatte der Einsatzleiter, Pinnebergs Wehrführer Claus Köster, auf einen Innenangriff verzichtet. Um an alle Brandnester zu gelangen, musste die Außenwand teilweise mit einem Bagger eines Unternehmens geöffnet werden. Den zusätzlichen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern deckte die nachalarmierte Feuerwehr Prisdorf. Die Einsatzstelle wurde um 3.34 Uhr an die Polizei übergeben.

Insgesamt war die Feuerwehr Pinneberg mit 47 Kräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz, die Kameraden aus Prisdorf waren 27 mit vier Fahrzeugen vor Ort.

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