Großes Wettkochen in Elmshorn

Melissa Eimecke (links) und Nicole Balske bereiten Zutaten für ihre Waffeln zu.
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Melissa Eimecke (links) und Nicole Balske bereiten Zutaten für ihre Waffeln zu.

104 Auszubildende messen sich beim Teamwettbewerb / „Vapiano“-Mannschaft gewinnt / McDonald’s Dritter

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24. März 2014, 16:00 Uhr

„Hör’ auf mit dem blöden Pfeffer, das sieht aus, als ob der Teller dreckig ist!“ Leila Al-Refaey zeigt Nerven, als sie mit ihrem Partner Waffeln zubereitet: Gute zehn Minuten haben die beiden Auszubildenden noch, dann müssen sie ihre Kreation servieren. „Bella Italia“ heißt der herzhafte Snack, den Al-Refaeys Team präsentiert: Waffeln mit Tomaten, Mozzarella, Basilikum und Olivenöl.


Jury bewertet Kreationen


Die Berlinerin Al-Refaey nahm am Sonnabend in Elmshorn am größten Berufswettbewerb der Gastronomie teil, am Teamcup der Systemgastronomie. 104 Auszubildende zu Fachmännern oder -frauen für Systemgastronomie – angehende Restaurantleiter bei Ketten wie Nordsee, McDonald’s oder Joey’s Pizza Service – aus ganz Deutschland und sogar vier Österreicher machten mit bei der fünften Auflage des Wettbewerbs in der Elmshorner Berufsschule. 30 Berufsschullehrer und Firmenvertreter bewerteten die Ergebnisse der 26 teilnehmenden Vierer-Teams als Juroren. Von 10.30 bis 15 Uhr arbeiteten die Cup-Teilnehmer an ihren praktischen Aufgaben: Für die fiktive Restaurantkette „Waffelino“ sollten sie herzhafte Waffeln entwickeln, eine passende Speisekarte gestalten, einen Werbespot drehen und einen neuen Standort finden. Dann gab es etwas zu essen, bevor die Theorie-Aufgaben bearbeitet wurden.

Um 18 Uhr ehrten Elmshorns SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann und Alexander van Bömmel, Präsidiumsmitglied beim Bundesverband der Systemgastronomie, die Sieger. Gewinner wurde ein Team der Restaurantkette „Vapiano“, zweitbeste war eine gemischte Mannschaft, auf Rang drei landete ein McDonald’s-Team.

Nicole Balske briet in einer der Elmshorner Lehrküchen Geflügelfleischstücke an für ihre indischen Currywaffeln, die mit Ananas-Zucchini-Topping im Sesammantel verziert wurden: „gerade richtig für einen heißen Sommer“, fand die junge Frau aus Bautzen. Auf der benachbarten Herdplatte briet Melissa Eimecke aus Erfurt Würstchen, die mit sauren Gurken und Röstzwiebeln auf die Waffeln kommen sollten. Sonja Tobert verteilte Frischkäse-Gurke-Dill-Lauch-Creme auf ihren Waffeln: „Das ist ein bisschen ungewöhnlich und neu, deswegen haben wir das gewählt.“
Einige Zimmer weiter wurden die ersten Waffelkreationen schon probiert. „Da isch keine Waffel durch“, schimpfte Berufsschullehrer Eugen Barth mit süddeutschem Dialekt.

In einem anderen Raum standen Jennifer Brill aus Saarbrücken und Steven Schmitt aus Pirmasens vor einem blauen Vorhang und drehten ihren Werbespot für Waffelino mit der Textzeile: „Ich hätte nicht gedacht, dass du mich nach 30 Jahren Ehe nochmal so glücklich machen würdest.“

Wieder woanders bewerteten drei Juroren die Speisekarten-Entwürfe. „Die Zucchini würde ich durchgehen lassen“, meinte Lehrerin Karin Bley zur Rechtschreibung, während McDonald’s-Bezirksleiter Ralf Kaiser kontrollierte, ob wirklich alle Zusatzstoffe in den Speisen aufgeführt sind.

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