1000 Besucher in Heist : Großes Treffen der US-Cars

Besitzer von US-Cars präsentierten ihre Schätze wie diesen Edsel aus dem Jahr 1958.
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Besitzer von US-Cars präsentierten ihre Schätze wie diesen Edsel aus dem Jahr 1958.

Mehr als 1000 Besucher kommen zur Premiere der Auto- und Flugshow „Wings’n Wheels“ auf den Flugplatz. Wiederholung geplant.

shz.de von
06. Juli 2015, 10:00 Uhr

Heist | Eventmanager Michael Ries blickt zufrieden über das Gelände des Flugplatzes Uetersen-Heist und sagt: „Wir sind überwältigt, welche Resonanz und welchen Zuspruch wir erfahren haben.“ Zusammen mit Hubschrauberpilot Christoph Becker und Oldtimer-Spezialist Andreas Krüger hatte er die Oldtimer- und Flugshow „Wings’n Wheels“ aus dem Boden gestampft.

„Eigentlich wollten wir nur einige Freunde einladen“, verriet Ries. Vielleicht 500, 600 Personen. Schnell gab es in einer Facebookgruppe mehr als 1000 Zusagen. „Da mussten wir dann größer denken“, sagt Ries. Doch das, was er und seine Mitstreiter am Wochenende erlebten, sprengt die eigene Vorstellungskraft.

„Am Freitag warteten hier schon 200 Autos“, berichtet Ries. Allerdings war das vier Stunden vor der offiziellen Eröffnung. „Wir mussten unsere Stand- und Flächenplanung überdenken. Daher sieht es vielleicht etwas chaotisch aus“, so der Eventmanager. Am Sonnabend reißt der Zustrom an Fahrzeugen nicht ab. Amerikanische Hot Rods, Oldtimer, Luxuskarossen und Motorräder – vor allem der Marke Harley Davidson – reihen sich hunderte Meter weit von der Zufahrt zum Flugplatz hintereinander ein. „Zwischenzeitlich hat es sich bis nach Holm hinein gestaut“, so Ries. Das entspräche einer Strecke von etwa vier Kilometern. Bei einer durchschnittlichen Autolänge von 4,5 Metern und einem Abstand von 50 Zentimetern also 800 Fahrzeugen. Mit 1000 hatten die Veranstalter im Vorfeld geplant. „Wir haben keine Idee wie viele wirklich gekommen sind, aber die 1000 haben wir wohl schon am Freitag geknackt.“

Doch nicht nur am Boden wurde es eng, sondern auch in der Luft. 180 Flugzeuge, historische und moderne, sowie Helikopter steuerten das Festivalgelände an. „Viele kamen aus Skandinavien, Italien und auch aus Osteuropa“, so Ries. Mit dem Hubschrauber konnten die Besucher selbst einen Blick von oben auf das Festivalgelände werfen. Für Menschen mit Flugangst wenig geeignet: die Red Bull RC Flugshow und spektakuläre Formationsflüge auf dem Kopf mit Loopings.

Die „Swingschlampen“ heizten den Besuchern am Sonnabendabend mit Swing der 40er-Jahre ein. (Foto: Fröhlig)
Die „Swingschlampen“ heizten den Besuchern am Sonnabendabend mit Swing der 40er-Jahre ein. (Foto: Fröhlig)
 

Für das kommende Jahr hätten bereits weitere Unterstützer zugesagt. Ein besonderes Dankeschön richtete Ries an die etwa 60 ehrenamtlichen Helfer: „Das ist bei den Temperaturen fast unmenschlich, was sie leisten.“

Wird es eine Neuauflage geben? Ries wischt sich den Schweiß von der Stirn bevor er antwortet: „Wir machen jetzt erst einmal Urlaub und in vier Wochen gibt es dann die Manöverkritik und wir beginnen mit der Planung für das kommende Jahr.“

Die ersten „Wings’n Wheels“ sollen nicht die letzten bleiben. Ries und seine Mitstreiter haben einen Wunsch: „Es mag überheblich klingen, aber es wäre schon klasse, wenn wir uns in die großen Events Kieler Woche und Harley Days einreihen könnten.“

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