„Zisch“ : Große Oper für kleine Zuschauer

„Zisch“-Zeitung in der Schule ist ein gemeinsames Projekt des A. Beig-Verlags, Edeka und der Sparkasse Elmshorn.

shz.de von
21. Januar 2015, 15:35 Uhr

Borstel-Hohenraden | Am 15. Dezember sind die Klassen 4a und 4b der Grundschule Borstel-Hohenraden in die Hamburgische Staatsoper gefahren um die Oper „Hänsel und Gretel“ anzuschauen. Alle waren sehr gespannt, weil es für viele Kinder der erste Opernbesuch war.

Jede Klasse hatte eine Loge für sich, von wo aus man gut die Bühne und das Orchester sehen konnte. Wie vor jeder normalen Vorstellung auch, stimmte das Orchester vor der Aufführung die Instrumente. Das klang erstaunlicherweise ganz schön. Schade war, dass wir davon nicht alles hören konnten, weil viele andere Kinder sehr laut waren. Der Moderator Dirk Schäfer erklärte allen Kindern, dass das Publikum leise sein muss, weil der Dirigent und das Orchester sonst nicht richtig spielen können.

Zum Glück gibt es in der Oper über der Bühne einen Bildschirm, auf dem die Zuschauer das lesen können, was die Opernsänger singen. Sonst hätten wir die hohen Opernstimmen, zum Beispiel  von Hänsel (Maria Markina) und Gretel (Christina Gansch), fast gar nicht verstanden.

Die Bühnenbilder von Jan Schlubach passten sehr gut zum Stück. Am Lebkuchenhaus war sogar echter Lebkuchen dran. Besonders toll fand das Publikum, dass die Hexe an Seilen über die Bühne flog. Damit es dem Publikum leichter fiel, leise zu sein, hat der Moderator zwischendurch kleine Pausen eingebaut, in denen man sich bewegen durfte.

Die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck war erstaunlicherweise etwas anders, als wir die Geschichte aus dem Märchenbuch kennen. Zum Beispiel verbrannte die Hexe nicht zu einem Häufchen Asche, sondern kam als Lebkuchenhexe aus dem Ofen heraus. Dafür erwachten alle Kinder, die sie vorher zu Lebkuchen gebacken hatte, wieder zum Leben. Diese wurden von den Hamburger Alsterspatzen  gespielt. Dass so viele Kinder mitwirken würden, hatten wir nicht gedacht. Obwohl die Geschichte etwas anders war, hat uns die Oper „Hänsel und Gretel“ gut unterhalten. Da machte es gar nichts, dass es statt zwei Stunden fast  zweieinhalb Stunden dauerte. Zum Schluss gab es für jedes Kind eine kleine Tüte, in der passend zum Stück, auch ein leckerer Lebkuchen  war. Das war ein toller Ausflug.

 
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