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Pinneberger Tageblatt

21. November 2017 | 09:25 Uhr

Rellingen : Große Klänge beim Maifestival

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zum 30-jährigen Bestehen der Musikveranstaltung in Rellingen gab es Klassik auf höchstem Niveau von Salzburger Solisten.

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2015 | 17:30 Uhr

Rellingen | 30 Jahre Maifestival, das bedeutet auch 30 Jahre klassische Musik auf höchstem Niveau. Und das ist ein Grund zum Feiern. Pastorin Martje Kruse begrüßte gemeinsam mit Michael Schopf vom MRK, seit 40 Jahren für das Musikleben der Rellinger Kiche zuständig, und dem ersten Violinisten und Festivalmitbegründer Luz Leskowitz die Zuschauer zum dreitägigen Klassikevent: „Das ist für uns immer eine große Freude und eine große Bereicherung für die Gemeinde.“ Leskowitz ergänzte: „Ich bin überwältigt. Noch immer folgen wir dem Grundgedanken des Festivals: neue, junge Talente mit erfahrenen Kollegen zusammenzubringen.“

Zu den jungen Talenten zählten die Violinisten Aylen Pritchen, der bereits in den Vorjahren das Rellinger Publikum in seinen Bann zog, und Roman Kim sowie die Pianistin Nadejda Tzanova. Zu den erfahrenen Kollegen gehörten neben Leskowitz Mette Hanskov (Kontrabass) und Julius Berger (Cello), alle drei Musiker der ersten Maifestival-Stunde.

Die Feierlichkeiten eröffneten unter dem Motto „Jubiläum 30“ mit einer Auswahl an Publikumslieblingen – darunter Mozarts „Figaro“-Ouvertüre und Wagners „Isoldes Liebestod“. Tzanova und der große Yamaha-Flügel standen dabei im Mittelpunkt: Ausdrucksstark und präzise spielte sie sich durch die schwierigen Passagen von Liszts Wagner-Bearbeitung – scheinbar mühelos und immer in der Musik wiegend. Beim „Abend der Virtuosen“ glänzte sie erneut mit Schostakowitschs Opus 67, daneben standen die sanften Gitarrenklänge von Irina Kulikova, selbst einst eines der jungen Talente beim Maifestival, und Hanskovs Tanz mit dem Kontrabass im Vordergrund. Doch vor allem Bergmanns tieftrauriges und hoch dramatisches Spiel verzückte das Publikum: mal schien er zu dirigieren, mal zu fliegen wie ein Vogel. Zum „Grand Finale“ spielte Trompeter Joachim Schäfer strahlende barocke Töne, die schon beim ersten Maifestival vor 30 Jahren erklangen. Überragend war jedoch der dynamische Auftritt der beiden Violinisten Pritchen und Kim. Insbesondere Kims eigene Bearbeitung von Bachs beliebtem „Air“ sorgte für Staunen: Gefühlvoll spielte er alle Stimmen – auf einer einzigen Violine. Tosender Applaus, Bravo-Rufe und Standing Ovations folgten jedem Konzert. Ein großartiger Erfolg – seit 30  Jahren.

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